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Mutter erwürgt: Verdächtiger will nicht nach Österreich

Der Sohn hat die Tat laut Staatsanwaltschaft gestanden. APA/MANFRED FESL
Der Sohn hat die Tat laut Staatsanwaltschaft gestanden.

Der 28-Jährige, der seine 64-jährige Mutter Montagvormittag im Bezirk Braunau im Innviertel in Oberösterreich erwürgt hat und kurz nach der Tat in Bayern festgenommen worden ist, will nicht nach Österreich zurück. Deshalb ist ein förmliches Übergabeverfahren notwendig, das mehrere Wochen dauern kann, teilte Alois Ebner von der Staatsanwaltschaft Ried im Innkreis am Mittwoch mit.

Der Sohn, bei dem seit rund einem Jahr psychische Auffälligkeiten bemerkt worden waren, hatte bei der Polizei in Passau nach seiner Festnahme ein umfassendes Geständnis abgelegt. Die Angaben deckten sich mit den bis dahin vorliegenden Ermittlungsergebnissen. Die Staatsanwaltschaft Ried stellte umgehend ein Auslieferungsersuchen.

Sohn will nicht nach Österreich

Doch der Verdächtige mit Wohnsitz in Frankfurt am Main stimmte einem vereinfachten und damit schnellen Auslieferungsverfahren nicht zu. Deshalb wird in Deutschland ein förmliches Übergabeverfahren eingeleitet. Sollte die dortige Justiz für eine Auslieferung entscheiden, könnte der Betroffene auch dagegen berufen. Somit könnte es zwei bis drei Wochen dauern, bis doch eine Auslieferung erfolgt, ist aus Deutschland zu hören.

Mord im Innviertel: Schuldfähigkeit überprüfen

Sollte der 28-Jährige an Österreich übergeben werden, will die Rieder Staatsanwaltschaft ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag geben. Es soll eine Geisteskrankheit und die Schuldfähigkeit prüfen. Danach wird entschieden, ob ein Strafverfahren eingeleitet oder ein Antrag auf Einweisung gestellt wird.

(APA)

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