Jetzt Live
Startseite Grenznah
Nach Verfolgungsjagd

Bayerische Polizei sucht nach Zeugen

0703 Audi Front_Foto.jpg Polizeipräsidium Oberbayern Süd
Fahrer und Beifahrer saßen mit Sturmhauben bekleidet im Auto. 

Um sich bei einer Verfolgungsjagd von der Polizei absetzen zu können, setzte ein flüchtender Pkw-Lenker am sogenannte „Krähenfüße“ ein. Diese speziellen Nägel sorgten für zahlreiche platte Reifen bei den Polizeifahrzeugen. Die Kriminalpolizei Traunstein hat nun die Ermittlungsgruppe „EG Krähe“ eingerichtet und bittet Zeugen um Hinweise.

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch flüchtete in Bergen im Landkreis Traunstein ein Pkw mit überhöhter Geschwindigkeit vor einer Polizeikontrolle bis über die Landesgrenze nach Salzburg. Durch die Verwendung so genannter "Krähenfüße" hatte die Polizei etlichen platten zu beklagen. Die bayerische Polizei spricht in einer Aussendung von einer "äußert hoch einzustufenden kriminellen Energie des Täters".

"Krähenfüße": Sechs private Autos beschädigt

Durch die „Krähenfüße“ wurden auch sechs private Fahrzeuge wurden beschädigt. Der flüchtende Audi-Lenker konnte noch bis hinter die österreichische Grenze verfolgt werden, obwohl der Fahrer auf bis zu 250 km/h beschleunigte. Erste Ermittlungen zum Kennzeichen des Fahrzeugs ergaben, dass dieses am Dienstag in Oberösterreich als gestohlen gemeldet und bereits zur Fahndung ausgeschrieben worden war.

Zusammenhang mit Einbruch in Erlstätt

Nun übernahm das Fachkommissariat K10 der Kriminalpolizei Traunstein, zuständig für grenzüberschreitende Kriminalität, die Ermittlungen. So konnte im Laufe des Tages festgestellt werden, dass es in derselben Nacht im nur ca. neun Kilometer entfernten Erlstätt im Landkreis Traunstein zu einem Einbruch in das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr gekommen war. Hierbei wurde ein hochwertiger Rettungsspreitzer gestohlen. Bei dem Einbruch gingen die Täter hochprofessionell vor, so dass davon auszugehen ist, dass zwischen der Tat und dem flüchtenden Fahrzeug ein Zusammenhang besteht und die Täter vermutlich zur Verdeckung des Einbruchs die Flucht ergriffen.

Fahrer und Beifahrer mit Sturmhauben im Auto

Nach dem Grenzübergang Walserberg war die hochriskante Fahrt auf der A10 weiter in Richtung Villach gegangen, wo der Audi mit 228 km/h „geblitzt“ wurde. Bei der Auswertung des Radarfotos wurde ersichtlich, dass Fahrer und Beifahrer mit Sturmhauben maskiert im Fahrzeug saßen.

Zeugen werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein unter der Telefonnummer 0861/98730 zu melden.

Aufgerufen am 20.03.2019 um 04:10 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/grenznah/nach-verfolgungsjagd-bayerische-polizei-sucht-nach-zeugen-66883495

Kommentare

Mehr zum Thema