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NS-Dokumentation am Obersalzberg wird neu konzipiert

Mit mehr als 350 Exponaten will das außeruniversitäre Institut für Zeitgeschichte in München künftig am Obersalzberg in Berchtesgaden über die Machenschaften der Nationalsozialisten aufklären. Die Neukonzeption der Dauerausstellung "setzt sich zum Ziel, die enge Verbindung von Hitlers Hausberg mit den Massenverbrechen des NS-Regimes aufzuzeigen", sagte Dokumentationsleiter Axel Drecoll.

Unter dem Leitmotiv "Idyll und Verbrechen" soll die Ausstellung im Sommer 2020 eröffnet werden, wie die Macher am Donnerstagabend in Berchtesgaden erklärten. Der Obersalzberg, seit 1923 Adolf Hitlers Feriendomizil, war nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 zum zweiten Regierungssitz neben Berlin ausgebaut worden. In der Bergidylle erholten sich Hitler und seine Helfer - und planten ihre Verbrechen.

Bayern lässt 20 Millionen Euro springen

Für gut 20 Millionen Euro wird gerade im Auftrag des Freistaats Bayern eine Erweiterung gebaut. Damit soll die Ausstellungsfläche auf rund 1.000 Quadratmeter vergrößert werden. So rüstet sich die zum Institut für Zeitgeschichte in München gehörige Dokumentation für den seit Jahren steigenden Ansturm von Besuchern: Rund 30.000 waren ursprünglich bei der Eröffnung 1999 erwartet worden, heute sind es etwa 170.000 Menschen jährlich.

Inhaltlich gliedert sich die neue multimediale Ausstellung in mehrere Kapitel: Sie beschreiben den historischen Ort, seine Topographie und seine Inszenierung, die Gesellschaft im Nationalsozialismus, Expansion und Krieg, die NS-Verbrechen an ausgewählten Tatorten und den Obersalzberg nach dem Zusammenbruch des NS-Regimes.

(APA/dpa)

(Quelle: S24)

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