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Oberösterreich beschließt mehr Brauchtum im Kindergarten

Kritik an der „Brauchtumspflicht“ im Kindergarten gab es von Grüne und SPÖ (Symbolbild). Bilderbox
Kritik an der „Brauchtumspflicht“ im Kindergarten gab es von Grüne und SPÖ (Symbolbild).

ÖVP und FPÖ haben am Donnerstag im oberösterreichischen Landtag eine Novelle zum Kinderbetreuungsgesetz für mehr Brauchtum im Kindergarten beschlossen.

So soll "auf die traditionellen Feste und Feiern im Jahreskreis Bedacht genommen und regionales Brauchtum vermittelt" werden. Zudem sollen Kinder mit Schuleintritt die Unterrichtssprache "möglichst beherrschen".

"Wichtig, diese Werte frühzeitig zu vermitteln"

"Es ist wichtig, diese Werte bereits frühzeitig unseren Kindern zu vermitteln", argumentiert FPÖ-Bildungssprecherin Silke Lackner. Sie sieht nicht nur einen Beitrag zur Integration, sondern will damit auch erreichen, "dass separierte Kindergärten, wie etwa islamische Kinderbetreuungseinrichtungen, keine Chance haben, sich zu etablieren".

SPÖ lehnt Novelle ab

Die SPÖ lehnt die Novelle ab: Obwohl Brauchtum ohnehin bereits freiwillig vermittelt werde, würden Kindergartenpädagoginnen nun gesetzlich dazu verpflichtet, kritisierte Fraktionsvorsitzender Christian Makor.

Grüne gegen "Brauchtumspflicht"

Die Grünen sind ebenfalls gegen die "Brauchtumspflicht" und sehen eine "Vereinnahmung der Pädagogik im Kindergarten durch Schwarz-Blau". Religion und Brauchtum dürften kein Zwang sein, so Klubobmann Gottfried Hirz, "das ist einer aufgeklärten Gesellschaft nicht würdig".

(APA)

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 23.09.2021 um 01:24 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/grenznah/oberoesterreich-beschliesst-mehr-brauchtum-im-kindergarten-52054807

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