Jetzt Live
Startseite Grenznah
Grenznah

Paar in Bergnot musste Nacht am Dachstein verbringen

Ein Polizeihubschauber barg die beiden Wanderer APA (Parigger/Symboldbild)
Ein Polizeihubschauber barg die beiden Wanderer

Ein in Bergnot geratenes Paar hat die Nacht auf Freitag am Dachstein im Bezirk Gmunden verbringen müssen. Der 31-Jährige und seine 30-Jährige Freundin hatten sich beim Aufstieg verirrt und in der Nacht einen Notruf abgesetzt. Da es für eine Hubschrauberbergung zu dunkel war, musste das Pärchen in einem Not-Biwak am Berg übernachten, berichtete die Polizei am Samstag.

Die beiden Tschechen wollten von Ramsau aus über eine dreiteilige Klettersteigkombination - die sogenannte "Super Ferrata" - auf den Hohen Dachstein gelangen. Danach sollte es über den Westgrat zum Gosauer Gletscher gehen.

Paar verirrt sich auf 2.741 Meter

Im Übergang vom schnee- und eisfreien Grat zum Gletscher, der sogenannten oberen Windlucke, merkten sie den Irrtum. Auf etwa 2.741 Metern Seehöhe endete die Tour für die beiden. Die alarmierte Bergrettung entschied in telefonischer Absprache mit dem unverletzten Pärchen, dass die Rettung durch den Polizeihubschrauber erst in der Früh gestartet wird.

Gefahrloses Absteigen vom Dachstein unmöglich

Die beiden wurden nacheinander am Tau auf die Adamekhütte geflogen. Die Tschechen hatten weder Pickel, Steigeisen oder Kletterseil bei sich. Laut Polizei könne davon ausgegangen werden, dass ein gefahrloses Absteigen auf teilweise blankem Eis beinahe unmöglich gewesen wäre.

(APA)

Aufgerufen am 11.12.2018 um 11:13 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/grenznah/paar-in-bergnot-musste-nacht-am-dachstein-verbringen-60302791

Kommentare

Mehr zum Thema