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Palmsonntag in Salzburg

Der Palmsonntag ist der sechste und letzte Sonntag der Fastenzeit und eröffnet traditionell die Karwoche.

Die Karwoche (von kara = Sorge, Kummer) soll an das Leiden Jesu erinnern, bis hin zu seiner Auferstehung. Die ganze Woche ist von verschiedenen österlichen Feierlichkeiten geprägt. Den Beginn macht der Palmsonntag. Bei dieser kirchlichen Tradition wird dem Einzug Jesu nach Jerusalem gedacht. Das Volk bejubelte ihn und streute ihm Palmzweigen zu. Auch heute noch wird diese Tradition mit einer feierlichen und bunten Palmprozession zelebriert. Im Mittelpunkt des Palmsonntags steht die Palmenweihe, meist mit Palmkätzchen, Stechpalmen, Buchs, Kranawett, Eiblgraz, Ölzweigen oder Zeder. Die Zweige werden in der Palmsonntagsmesse gesegnet, sie sollen Unheil abwehrende Wirkung haben. Deshalb werden sie zu Hause in den so genannten Herrgottswinkel gestellt, oder am Kruzifix, an Heiligenbildern oder am Spiegel befestigt. Andererorts werden sie am Ostersonntag auch mit bemalten Eiern und kleinen Osterfiguren behängt. Die Palmenweihe ist mit einer Feierlichkeit in der Kirche und zumeist einem Umzug durch den Ort verbunden.

Palmsonntagsbräuche in Salzburg

Ein Brauchtum am Palmsonntag, dass vor allem in Salzburg lebendig wird, ist der „Palmeselritt“. In Puch bei Hallein wird ein "Palmesel" aus Holz mitgezogen. Das Tennengauer Feriendorf gehört zu den wenigen Orten Österreichs, in denen sich die bereits aus dem Mittelalter bekannte Umzüge mit einer hölzernen Palmeselfigur und dem darauf reitenden Christus erhalten haben. Der biblische Weg wird auch in Hintersee nachgestellt. Jährlich darf ein einheimischer Bub in historischen Gewändern auf einem Esel durch den Ort zur Kirche reiten. Im Lungau ritt der Pfarrer von Zederhaus jeden Palmsonntag auf einem lebendigen Esel zur Kirche. Was die Erzbischöfe einst verboten hatten, findet heute großen Anklang bei der Bevölkerung.

Bauernregeln zum Palmsonntag

„Ist der Palmsonntag ein heiterer Tag, für den Sommer ein gutes Zeichen sein mag.“ „Wenn's den Buben auf die Palmbesen schneit, so regnet’ s an Ostern der Jungfrau auf die Kränze.“ „Kommen am Palmtag die Palmen trocken nach Haus, kommen die Garben trocken in die Scheuer.“

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(Quelle: S24)

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