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Paragleiter wurde zum zweiten Mal aus Felswand in Salzburg geborgen

Bereits zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen ist ein Paragleiter aus der gleichen Felswand in Salzburg geborgen worden. Der 27-jährige Oberösterreicher aus Linz überstand am 2. Oktober einen Absturz im Tennengebirge in Werfen (Pongau) unverletzt, saß aber in der Wand fest und wurde vom Rettungshubschrauber C6 aus seiner misslichen Lage befreit.

Die 4.000 Euro teure Ausrüstung wollte sich der unerfahrene Bergsteiger gestern am Samstag zusammen mit einem Freund holen, sie gerieten aber in Bergnot. Ein Polizeihubschrauber barg die beiden unverletzten Oberösterreicher samt der Ausrüstung, informierte am Sonntag die Polizei. Der Abtransport des Gleitschirms beim ersten Einsatz Anfang Oktober galt als zu gefährlich. Der 27-Jährige bat daraufhin die Bergrettung und die Polizei, die Bergung des Materials zu organisieren. Er erhielt wegen des zu großen Risikos aber eine Absage. Trotz Abratens von erfahrenen Alpinisten machte er sich mit seinem 28-jährigen Freund aus Steyr gestern auf den Weg. Da sie jedoch zu spät starteten, war der Zeitdruck groß. Gegen 17.00 Uhr meldete sich der Paragleiter-Pilot dann telefonisch bei der Polizei in Werfen und ersuchte um Hilfe. Sie würden auf 1.900 Meter festsitzen und aus eigener Kraft den Abstieg nicht mehr schaffen. Der Linzer hatte bei dem Absturz am 2. Oktober Riesenglück gehabt. Er war im Bereich des Rauchecks in rund 2.300 Metern Höhe in ein Thermik-Loch geraten und verlor innerhalb weniger Sekunden 600 Meter an Höhe. Der Notschirm verfing sich in einer steilen Felswand, dem Piloten gelang es gerade noch, sich auf einen kleinen Felsvorsprung zu retten. (APA)
(Quelle: S24)

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