Jetzt Live
Startseite Grenznah
Grenznah

Pistenskitouren: Naturfreunde mit Fair-Play-Regeln

Immer mehr Modellregionen zeigen, dass auch ein verträgliches Miteinander aller Pistenbenutzer umgesetzt werden kann. NFÖ/Helmut Schwarzenberger
Immer mehr Modellregionen zeigen, dass auch ein verträgliches Miteinander aller Pistenbenutzer umgesetzt werden kann.

Das Tourengehen auf Skipisten ist in den letzten Jahren sehr beliebt geworden. Dementsprechend hoch ist das Konfliktpotential zwischen Seilbahnunternehmern und Skitourengehern. Die Naturfreunde haben nun gemeinsame Fair-Play-Regeln ausgearbeitet.

Das Begehen der Skipisten zu verbieten ist aus Sicht der Naturfreunde nicht nur das falsche Zeichen in Richtung Tourismus, es widerspricht auch dem wichtigen Ziel einer Gesundheitsförderung durch Bewegung. Vielmehr gehe es um ein faires Miteinander zwischen Seilbahnunternehmern und Skitourengehern: „Wir verwehren uns nicht gegen Benützungsgebühren gegenüber Skitourengehern, sofern diese in Relation zum Angebot stehen und in einem vertretbaren Rahmen bleiben“, so Helmut Schwarzenberger, Geschäftsführer der Naturfreunde Salzburg in einer Aussendung am Mittwoch.

Gemeinsame Fair-Play-Regeln für Pistentourengeher

Schwarzenberger versteht demnach, dass die Situation auf so mancher schmalen Kunstschneepiste schwierig ist: „Die alpinen Vereine, das Kuratorium für alpine Sicherheit und die Seilbahnunternehmer haben gemeinsame Fair-Play-Regeln für Pistentourengeher erarbeitet,“ sagte Schwarzenberger. Nur bei Berücksichtigung dieser Regeln könne ein faires und sicheres Miteinander auf der Piste funktionieren.

Der Trendsport Pistentourengehen birgt nicht nur Konfliktpotential, immer mehr Modellregionen zeigen, dass auch ein verträgliches Miteinander aller Pistenbenutzer auf Basis klarer Regelungen umgesetzt werden kann. Als Beispiel verweist Schwarzenberger auf das Skigebiet Gaissau Hintersee.

Pistentouren: Touristisches Potential

Auch das touristische Potenzial des Pistentourengehens steigt. Attraktive Angebote können in strukturschwachen Wintersportgebieten einen wichtigen Beitrag zum wirtschaftlichen Überleben leisten. „Und das bedeutet mehr als eine – eigene – Aufstiegsspur neben der Piste und die Möglichkeit, an einem oder mehreren Tagen in der Woche auch nach Betriebsschluss die Pisten benutzen zu können. Zu einem umfassenden Angebot gehören auch Informationstafeln, Lehrpfade oder Lawinen-Trainingstationen“, so Schwarzenberger.

Die Positionen der Naturfreunde Österreich

  • Ja zu beidseitigen Vereinbarungen für die Benützung von präparierten Pisten während und nach dem Pistenbetrieb
  • Ja zur Einhaltung der „zehn Pistengeher-Regeln“ - um Unfälle und Konflikte zu vermeiden
  • Ja zu eigenen Aufstiegsbereichen für Pistentourengeher
  • Ja zu fixen „Tourenabenden“
  • Ja zum freien Zugang zur Natur
  • Ja zu angemessenen Benutzungsgebühren
  • Nein zu generellen Verboten für Pistentourengeher
  • Nein zu überzogenen Benützungsgebühren
(Quelle: S24)

Aufgerufen am 04.03.2021 um 08:55 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/grenznah/pistenskitouren-naturfreunde-mit-fair-play-regeln-57685471

Kommentare

Mehr zum Thema