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Prospektverteilung: Hat die Post bald ausgedient?

Salzburgs Schnäppchenjäger haben seit einiger Zeit, neben den gängigen Flugblättern im Postkasten, neue Möglichkeiten Prospekt-Aktionen zu entdecken.

Seit Februar 2012 stellt die Post unadressierte Prospekte nur mehr zweimal wöchentlich zu. Dem macht das Salzburger Unternehmen „Aktionsfinder“ nun starke Konkurrenz. Der Aktionsfinder bietet die Möglichkeit, sämtliche Werbeprospekte online einsehen zu können. So kann der User nach aktuellen Preisaktionen suchen als auch den jeweiligen Standort des Anbieters erkennen. Seit Ende Dezember wird der Service des Aktionsfinders auch als Mobile-App angeboten. Was die Österreichische Post mit dem „Wunsch der Kunden nach mehr Ordnung im Briefkasten“ argumentiert, ist vor allem dem Handel ein Dorn im Auge, sagt Gerhard Froner, Geschäftsführer der Aktionsfinder GmbH: „Werbeprospekte ab einer Versandmenge von 30.000 Stück werden seit Anfang Februar nur mehr zweimal wöchentlich im sogenannten Kuvert ausgeliefert. Dieser Umschlag landet mitsamt dem Inhalt häufig direkt im Papiermüll“, so Frone weiter. „Für Händler bedeutet dies nicht nur einen Streuverlust bis zu 70%, sondern durch die seltenere Zustellung auch Schwierigkeiten bei Aktionsstarts.“

Flugblätter sind noch immer beliebteste Werbeform

Dem setzt Stephan Fuchs, Pressesprecher der österreichischen Post AG, im Gespräch mit SALZBURG24 entgegen: „Wir kommen den Kundenwünschen mit dieser Prospektaktion entgegen, das wurde in einer Umfrage über einen längeren Zeitraum festgestellt. So hat der Kunde mehr Ordnung im Postfach und Briefe können nicht übersehen werden. Auch von Händlern bekommen wir Zuspruch, immerhin ist der Umgang mit dem Prospekt-Kuvert viel einfacher. Die Prospekte werden dem Kunden nicht mehr täglich, sondern nur mehr zweimal wöchentlich, aber sehr ausgewählt, zugestellt“. „Flugblätter sind zudem noch immer die beliebteste Werbeform, noch vor TV, Radio und Internet - und die bekommt man flächendeckend mit der Post“, so Fuchs weiter. „Das Problem dabei ist nur, dass viele Postkunden ‚Reklame-nicht-erwünscht-Aufkleber‘ anbringen, und so ein Großteil der Prospekte gar nicht erst im Haushalt ankommen“, sagt Gerhard Froner im SALZBURG24-Interview. „Unser Vorteil liegt darin, dass wir die Flugblätter tagesaktuell, digital und on demand anbieten. Somit gehen Streuverluste bei uns gegen null, da wir genau jene User erreichen, die bewusst nach speziellen Angeboten suchen.“, so Froner weiter.

Zum Aktionsfinder

Die Idee zum Aktionsfinder entstand 2009 und wurde schließlich 2010 von den Salzburgern Gerhard Froner und Michael Nidermoser umgesetzt. „Rund 125.000 User nutzen den Aktionsfinder und weitere 35.000 die Apps. Das ist eine Steigerung von 200% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres“, sagt Geschäftsführer Michael Niedermoser. „Auf Facebook verfolgen mittlerweile 11.000 Fans unsere Postings zum Geldsparen, und die Aktiosfinder-App für iPhone, iPad und Android Geräte wurde seit Dezember 2011 bereits 45.000 Mal heruntergeladen. In dieser mobilen Anwendung betrachten unsere User wöchentlich über eine Million Prospektseiten. Und es werden täglich mehr.“ (SALZBURG24/L.Z.)
(Quelle: S24)

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