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Reiher mit gebrochenem Flügel erfolgreich operiert

Der Reiher ist erfolgreich operiert worden. Pfotenhilfe/Sonja Müllner
Der Reiher ist erfolgreich operiert worden.

221 Wildtiere hat die Pfotenhilfe Lochen (Bez. Braunau) dieses Jahr schon versorgt und gepflegt. Auch ein Graureiher hat sich auf dem Tierschutzhof erholt. Er kam mit einem gebrochenen Flügel und kann bald wieder in Freiheit entlassen werden.

Das Tier wurde in Linz gefunden. In Lochen stärkte man das Tier mit Forellen, danach wurde es in der Tierklinik Altheim operiert. Im Moment erholt sich der Vogel wieder in Lochen. "Wir hatten anfangs große Bedenken, ob wir den schwer verletzten Wildvogel durchbringen werden, da er unmittelbar nach seiner Rettung überhaupt keine Nahrung aufnehmen wollte. Doch die Forellen haben den Graureiher schnell überzeugt", erinnert sich Leiterin Johanna Stadler. Nach seiner Genesung wird er wieder in die Freiheit entlassen.

Zahlreiche Wildtiere bei Pfotenhilfe abgegeben

Auch zahlreiche andere Wildtiere konnten am Tierschutzhof Pfotenhilfe heuer schon gesundgepflegt oder aufgezogen werden. Durch die Einführung einer Wildtierhotline gab es seit März hunderte Anfragen. Die Beratung stand zwar im Vordergrund, doch die meisten Tiere wurden auf den Tierschutzhof gebracht, weil sie entweder verletzt oder verwaiste Jungtiere waren. "Über 30 Feldhasen, zwei Marder, zwei Fledermäuse, neun Igel, weit über 100 Singvögel (darunter Ringeltaube, Amsel, Star, Specht, Meise, Spatz, Stieglitz, Bachstelze, Kiebitz, Rotkehlchen, Rotschwänzchen, Drossel, Fink), über 40 Krähen, Elstern, Raben und Dohlen, ein Bussard, eine Rohrweihe, drei Falken, fünf Enten, eine Gans, sieben Siebenschläfer, zwei Spitzmäuse, zwei Feldmäuse, fünf Feldhamster, ein Kauz, sieben Eichhörnchen und fünf Schwäne haben mir schlaflose Nächte bereitet. Und die Saison ist noch nicht vorbei. Positiv ist, dass die meisten Anrufer sich noch vor dem Einschreiten erkundigt haben", berichtet Stadler.

Liegenlassen oft besser als Hingreifen

Die Pfotenhilfe appelliert an Finder, verletzte Wildtiere nicht einfach liegenzulassen. Andererseits kann ein vorschnelles Einschreiten oft auch ein Fehler sein. Unverletzte Jungtiere, die nicht durch Katzen oder Hunde gefährdet sind, soll man nicht aufheben. Von Bodenbrütern wie Amseln über Ästlinge, die gerade fliegen lernen bis hin zu Hasen oder Rehen, die ihre Kinder oft stundenlang alleine lassen, brauchen viele keine menschliche Hilfe. Die Tierschutzorganisation rät daher: Lieber einmal zu oft anrufen als vorschnell hingreifen.

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