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Salzburg AG nimmt neuen Wärmespeicher in Betrieb

In der Stadt Salzburg ging am Montag der neue Wärmespeicher der Salzburg AG in Betrieb. Der 44 Meter hohe "Mega-Boiler" kann 30 Millionen Liter fast kochendes Wasser speichern und bei Bedarf ins Fernwärmenetz des Großraums Salzburg einspeisen. Das 16 Millionen Euro teure Projekt soll der Umwelt im Jahr rund 7.500 Tonnen CO2 ersparen, weil die Heizkraftwerke weniger oft eingesetzt werden müssen, so die Salzburg AG am Freitag in einer Aussendung.

Brauchen die Haushalte wenig Wärme, wird das Wasser im Speicher mit Wärme aus den Heizkraftwerken und von anderen Abwärmeproduzenten - dem Spanplattenerzeuger Kaindl in Wals sowie dem MDF-Werk und der Schweighofer Fiber GmbH (früher M-Real) in Hallein - miterwärmt. Zu Spitzenzeiten werden dann die Kunden auch mit Wärme aus dem Speicher versorgt. Das heißt, die Wärme muss nicht mehr genau dann produziert werden, wenn sie benötigt wird. Und im Sommer, wenn Fernwärme fast nur fürs Warmwasser benötigt wird, reicht die Abwärme aus den Betrieben aus und die Heizkraftwerke können gänzlich abgeschaltet werden.

13 Monate Bauzeit

Die Bauzeit für den "Boiler" mit seinen 29 Metern Durchmesser hat 13 Monate betragen. Der Wärmeinhalt bei gefülltem Speicher entspricht 1,1 GWh, die maximale Be- und Entladeleistung beträgt 60 Megawatt. Der Speicher könnte 150.000 Badewannen mit Heißwasser füllen. (APA)

Wärmespeicher wird offiziell eröffnet

Am Montagabend wurde der neue Wärmespeicher offiziell eröffnet. Trotz  Regenwetter sind zahlreiche  Besucher erschienen und haben sich die Eröffnungsfeier mit anschließender "Fire and Ice Show" angesehen. " Mit Hilfe dieses neuen Wärmespeichers kann das Wärmenetz der Stadt Salzburg eineinhalb Tage versorgt werden", freut sich Arno Gasteiger, Vorstand der Salzburg AG. Landeshauptmann-Stellvertreter David Brenner ist begeistert: "Die Investition von 16 Millionen hat sich auf jeden Fall gelohnt. Dieses Projekt bringt nicht nur wirtschaftlcihe sondern auch zahlreiche ökologische Vorteile. Sogar überschüsssige Energie von Industriebetrieben kann für Fernwärme genutzt werden."

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