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Salzburgs Fußball-Camps ausgebucht: Top-Klubs haben sich angekündigt

Bekanntlich kommen die internationalen Top-Klubs seit Jahren gerne zu Fußball-Camps zu uns nach Österreich. Im Sommer 2012 ist Salzburg bereits ausgebucht und die Vereine weichen nach Tirol und Oberösterreich aus.

Borussia Dortmund scheint nun auch auf den Geschmack gekommen zu sein. Deutschlands Fußball-Meister reiht sich in den Reigen jener Bundesliga-Teams ein, die in der Vorbereitung auf Österreich setzen. Buchten in den beiden Vorjahren jeweils 13 von 18 Erstligisten aus dem Nachbarland ihre Camps in rot-weiß-roten Gefilden, sind es 2012 bereits 14. Nicht nur deshalb wollen Österreichs Veranstalter ihren Ruf als "Nummer 1 im Sommer" weiter ausbauen.

Salzburg bereits ausgebucht

Auch wenn Salzburg, Kärnten und die Steiermark in punkto Unterbringung seit Jahren den Ton angeben: Der prominentester Gast ist dieser Tage in Tirol zu Hause. Englands Meister Manchester City residiert von 9. bis 20. Juli in Seefeld und absolviert im Innsbrucker Tivoli-Stadion drei Testspiele gegen Al Hilal (13. Juli), Dynamo Dresden (17. Juli) und Besiktas Istanbul (20. Juli). Spaniens Europameister David Silva oder Italiens Exzentriker Mario Balotelli werden für die Fans aber nicht zu sehen sein. Sie bekommen nach der EM noch Extra-Urlaub.

Balotelli in Österreich

"Trainer Roberto Mancini kennt die Vorzüge Seefelds aus seiner Zeit als Profi bei Lazio Rom", erklärte Othmar Sommer von der Olympiaregion. Wie Seefeld setzen auch andere Camp-Betreiber auf den Wiedererkennungswert. So erfreuen sich die Salzburger "SLFC Soccer Camps" großer Beliebtheit bei osteuropäischen bzw. griechischen Vereinen, nachdem Russland (Leogang) und Griechenland (Hof/Fuschlsee) im Rahmen der EURO 2008 dort residierten. In den vergangenen Jahren gelangten die Salzburger mit ihren Unterbringungs-Kapazitäten an eine Grenze, wodurch man nun mit Anbietern in Oberösterreich kooperiert. Windischgarsten und Feldkirchen/Donau etablierten sich erst kürzlich als gern gesehene Möglichkeiten. Eintracht Frankfurt hat dort sogar zweimal gebucht - erst in Windischgarsten und danach in Feldkirchen.

Deutsche Klubs zu Gast

Deutschlands Clubs schätzen vor allem die kurze Anreise sowie auch ein wenig die urige Atmosphäre. "In Maria Alm haben wir ein familiäres Umfeld angetroffen, wie es sich der Verein wünscht. Das hat gepasst", erklärte Fortuna Düsseldorfs Präsident Peter Frymuth die Wahl seines Vereins, für den der Österreicher Robert Almer im Tor steht. Mit ihren Clubs werden viele weitere österreichische Teamspieler zu sehen sein. So kommt Schalke 04 (Christian Fuchs) nach Klagenfurt, Werder Bremen (Marko Arnautovic, Sebastian Prödl, Zlatko Junuzovic) nach Zell/Ziller, Wolfsburg (Emanuel Pogatetz) nach Villach und der FSV Mainz (Andras Ivanschitz, Julian Baumgartlinger) nach Bad Tatzmannsdorf Dortmund stimmt sich ab Donnerstag für einige Tage in Kirchberg/Tirol auf die kommenden Aufgaben ein. Für die Kicker um Trainer Jürgen Klopp soll es neben den Trainingseinheiten auch Autogrammstunden, Fanturniere und Grillabende geben - für die Profis und ihre Fans. Die Tourismusregion Kitzbüheler Alpen-Brixental mit den Orten Kirchberg, Westendorf und Brixen im Thale hat mit dem BVB eine dreijährige Kooperation abgeschlossen.

Konkurrenz unter den Betreuerfirmen

Dass es innerhalb der österreichischen Camp-Landkarte auch Konkurrenzdenken gibt, liegt auf der Hand. Große Anbieter wie die SLFC oder die "International Football Camps Styria" (IFCS) in Steiermark und dem Burgenland stehen im Wettbewerb, auch wenn die Nachfrage enorm ist. "In den sieben, acht Wochen betreuen alle Veranstalter 150 bis 160 Clubs. Damit sind wir die Nummer 1 der Welt im Sommer", meint Armin Somrak. Der Kärntner will mit dem Internet-Portal "Alpe-Donau-Adria" eine Anlaufstelle für ausländische Interessenten bieten. Darin erfasst sind Camp-Veranstalter aus Italien, Slowenien und Österreich. "Die Grundidee ist, jeden Standort zu bewerten. Ähnlich wie eine Hotelbewertung oder ein Restaurantführer. Jeder Veranstalter arbeitet aber eigenständig", erklärte Somrak. Die Kunden würden sich dabei aus allen Erdteilen rekrutieren. Clubs aus Arabien, Japan, China oder Kanada hätten bereits angefragt. "Portugal, Spanien und die Türkei sind die Aushängeschilder im Winter. Österreich muss das Image haben, die Nummer 1 im Sommer zu sein."
(Quelle: S24)

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