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Schonzeit für Allergiker ist vorbei: Die Pollensaison beginnt!

Haselnuss und Erle stehen bereits in der Blüte. APA/dpa-Zentralbild/Arno Burgi
Haselnuss und Erle stehen bereits in der Blüte.

Die Schonzeit für die Allergiker ist vorbei: Deutlich später als in den vergangenen Jahren beginnt nun die Pollensaison. Das derzeit wetterbestimmende Hoch „Erika“ lässt laut dem Wetterdienst UBIMET die Temperaturen tagsüber verbreitet auf 5 bis 14 Grad steigen. Erste Pollen wurden bereits gesichtet.

In den nächsten Tagen erreichen die Bäume und Sträucher in den Niederungen allerdings fast überall Blühbereitschaft, die Belastungen nehmen somit zu. Eine Entspannung kündigt sich mit deutlich kälterer und feuchterer Luft erst am Wochenende an.

 Kalter Jänner schonte Pollenallergiker

In diesem Jahr dauerte die Schonzeit für Pollenallergiker aufgrund des kalten Jänners besonders lang. Mit den milden Tagen, hervorgerufen durch das Hoch „Erika“, stehen Haselnuss und Erle allerdings bereits in Blüte oder unmittelbar davor. In besonders milden Regionen wie dem Rhein- und Inntal wurden sogar bereits erste Pollen registriert. „Das milde Wetter dauert vorerst an, somit nehmen die Belastungen weiter zu“, sagt UBIMET-Meteorologe Manfred Spatzierer. „Die Zeit des Niesens an sonnigen Tagen geht somit für die Allergiker so richtig los.“

Kalte Nächte verzögern nur bedingt

Später setzt die Pollenbelastung im Bergland sowie in vielen Alpentälern ein. Die frostigen Nächte und Schnee verzögern den Start zwar nur bedingt, allerdings dürfte die milde Wetterphase dort zu kurz sein. Dennoch müssen Allergiker, die auf Hasel und Erle reagieren, in den nächsten Wochen zunehmend mit starken Belastungen rechnen.

Durchatmen am Wochenende

Eine vorübergehende Entlastung bringen lediglich längere Schlechtwetterphasen und Kaltlufteinbrüche. Ein solcher kündigt sich bereits am Ende der Arbeitswoche an. „Am Freitag erreicht den Alpenraum eine Kaltfront, im Bergland gehen die Temperaturen in weiterer Folge markant zurück“, so Spatzierer. „Oberhalb von rund 1.000 m stellt sich dann sogar wieder Dauerfrost ein.“ Die Skigebiete zwischen Vorarlberg und dem westlichen Niederösterreich sowie in der nördlichen Obersteiermark bekommen pünktlich zum Wochenende zudem wieder ein paar Zentimeter frischen Pulverschnee.

Tipps bei Pollenallergie

Neben dem empfohlenen Aufenthalt in geschlossenen Räumen weist der Pollenwarndienst auch auf den negativen Einfluss von Alkohol und manchen Medikamenten hingewiesen. Denn Alkohol erweitert die Gefäße und somit auch die Nasenschleimhaut. Pollenallergene können dadurch leichter in die Blutbahn gelangen. Bei manchen Medikamenten zeigen sich ähnliche Effekte. Die wichtigsten Tipps in einer kompakten Übersicht:

  • Der Dienst rät zum Aufenthalt in geschlossenen Räumen. Bei Schließen des Fensters gehe die Pollenkonzentration bereits nach zehn Minuten auf etwa ein Prozent des Außenwerts zurück. Vermieden werden sollten auch Turbulenzen - etwa durch Ventilatoren oder heftiges Umhergehen - denn dadurch werden am Boden liegende Pollen aufgewirbelt.
  • Textile Schutzgitter für Fenster verhindern das Eindringen von beinahe 90 Prozent der Flugkörper. Sicht und Luftaustausch werden dadurch nicht wesentlich eingeschränkt. Auch fürs Auto gibt es eigene Filter, die vor Pollen schützen. Diese funktionieren natürlich nur bei geschlossenem Autofenster.
  • Im Freien bieten Laubwälder guten Schutz vor Pollen. Die Blätter "filtern" die Flugkörper und sorgen so für eine beinahe genau so gute Situation wie in einem geschlossenen Raum. Ganz anders ist die Situation am Waldrand, dort ist die Pollenkonzentration besonders hoch.
  • Allergiker sollten eine Sonnenbrille tragen, da diese Pollen von den Augen fern halten und die irritierte Augenschleimhaut schützen. Ein Hut mit breiter Krempe gewährt zusätzlichen Schutz. Sportliche Aktivitäten in der freien Natur sollten vermieden werden, da dabei mehr Luft - und somit auch mehr Pollen - eingeatmet werden.
  • Weiters empfiehlt es sich, Wäsche nicht im Freien zu trocknen. Denn dabei fängt das feuchte Gewebe Pollen wie in einer "Falle". Beim Kontakt mit der trockenen Wäsche kann es dann zu Juckreiz, Flecken oder klassischen Heuschnupfenbeschwerden kommen.

Links zu diesem Artikel:

(Quelle: S24)

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