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Schwere Unwetter: Hangrutsch vermurt B99 in Obertauern

Feuerwehr und Straßenmeisterei waren am Sonntag im Einsatz. FF Obertauern
Feuerwehr und Straßenmeisterei waren am Sonntag im Einsatz.

Während des Starkregens am Sonntagabend  geriet ein Hang oberhalb der B99 ins Rutschen und vermurte die Straße in Obertauern (Pongau/Lungau).

Nach heftigen Unwettern mit Hagel mussten die Einsatzkräfte der FF Obertauern am Sonntagabend mehrfach ausrücken. Betroffen waren laut Angaben der Feuerwehr insbesondere Teile der B99, die Einfahrt zur Felseralm, die Straße zur Gottschallalm und das Alpenhotel Tauernkönig.

Die Katschberg Straße war teils nur einspurig befahrbar, eine Totalsperre war nicht notwendig, so die Polizei Montagvormittag in einer Aussendung. Die Straßenmeisterei Lungau sicherte die Bundesstraße vor möglichen weiteren Rutschungen. Die oberhalb führende und unterspülte Privatstraße wurde durch den Eigentümer gesperrt. Über weitere Sicherungsmaßnahmen soll am Montag beraten werden.

Gewitter über dem Zeller See im Pinzgau/Neumayr Salzburg24
Gewitter über dem Zeller See im Pinzgau/Neumayr

Unwetterschäden auch in Tirol

Schwere Schäden hat das Unwetter in der Nacht auf Montag auch in Tirol angerichtet. Besonders betroffen war das Sellraintal im Bezirk Innsbruck-Land. Dort mussten mehrere Häuser evakuiert werden. Schäden wurden auch im Bezirk Landeck gemeldet.

Vermurungen im Paznauntal/APA/ZEITUNGSFOTO.AT Salzburg24
Vermurungen im Paznauntal/APA/ZEITUNGSFOTO.AT

Einsatzkräfte profitieren von G-7-Gipfel

Die Einsatzkräfte in Tirol profitierten vom G 7-Gipfel in Bayern. Alle vier wegen des Treffens auf Schloss Elmau in Tirol stationierten Polizeihubschrauber sowie eine Maschine des Bundesheeres standen am Montag im Dauereinsatz. Zivilschutzalarm war bereits in den Nachtstunden in Gries bei See im Paznaun und in Sellrain ausgelöst worden.

Von den heftigen Unwettern mit Starkregen waren am Montag das Sellrain- und Paznauntal besonders betroffen. Dutzende Murenabgänge und Überschwemmungen richteten großen Sachschaden an. Für den Verkehr gesperrt werden musste unter anderem die Sellraintalstraße. Die Melach erreichte im Sellrain in kürzester Zeit den Pegel eines 100-jährigen Hochwassers.

Das Bachbett der Melach ist in der Gemeinde Sellrain vom Fußballplatz bis in den Ort hinein zerstört. Links und rechts der Straße sind Muren abgegangen. "Die Melach fließt teilweise durch die Häuser", beschrieb Landesbaudirektor Robert Müller die Ereignisse. Dort mussten 30 Personen vorübergehend evakuiert werden. In der Gemeinde See im Paznauntal (Bezirk Landeck) soll im Oberlauf des Schallerbaches eine Verbauung gebrochen sein. Im Ortsteil Gries mussten Häuser evakuiert werden. In See waren zehn Feuerwehrleute in einem höher gelegenen Ortsbereich eingeschlossen. Sie sollen mit einem Bundesheerhubschrauber geborgen werden. Auch im Stubai gab es Erdrutsche. Wegen Murenabgängen in Neustift mussten zwei Häuser evakuiert werden.

(SALZBURG24/APA)

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(Quelle: S24)

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