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Sommer 2016 war sehr warm und sehr nass

Die Meinungen über den diesjährigen Sommer gehen auseinander (Symbolbild). Neumayr/Archiv
Die Meinungen über den diesjährigen Sommer gehen auseinander (Symbolbild).

Vorläufige Sommerbilanz der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG): Der Sommer 2016 war der elftwärmste der Messgeschichte. Mit 20 Prozent mehr Niederschlag war er aber auch einer der 15 nassesten Sommer seit Messbeginn.

Die Zahl der Sonnenstunden liegt mit plus 3 Prozent knapp über dem Mittel. Die Zahl der Blitzeinschläge ist heuer mit 98.055 eine der geringsten der letzten 25 Jahre.

Meinungen über Sommer 2016 gehen auseinander

Die Meinungen über den Sommer 2016 gehen stark auseinander und reichen von „eher schlecht" bis „eigentlich ganz gut". Die vorläufige Bilanz des meteorologischen Sommers (Juni, Juli, August) zeigt einige Gründe für dieses sehr unterschiedliche subjektive Empfinden, sagt Alexander Orlik von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG): „Einerseits war der Sommer 2016 fast durchwegs sehr warm, andererseits gab es keine einzige längere richtige Hitzewelle. Außerdem brachte dieser Sommer sehr viel Regen und trotzdem war es relativ sonnig. Denn der Regen fiel oft innerhalb sehr kurzer Zeit aus starken Gewittern."

Einer der wärmsten Sommer seit 1767

In Zahlen heißt das: Der Sommer 2016 liegt 0,9 Grad über dem vieljährigen Mittel und reiht sich in der 250-jährigen Temperatur-Messreihe auf Platz elf ein. Die Zahl der heißen Tage (mindestens 30 Grad) entspricht in den meisten Regionen ziemlich genau dem Mittel und liegt zwischen fünf in Bregenz und 20 in der Wiener Innenstadt. Die Zahl der Sommertage (mindestens 25 Grad) wird heuer sogar leicht überdurchschnittlich ausfallen. So gab es zum Beispiel in St. Pölten heuer schon 54 Sommertage, im Mittel sind es hier 47.

Der Sommer 2016 in Salzburg

  • Niederschlagsabweichung: 17 Prozent
  • Temperaturabweichung: +0,8 Grad
  • Abweichung der Sonnenscheindauer: -4 Prozent
  • Temperaturhöchstwert: Bischofshofen, 34,4 Grad am 10. Juli
  • Temperaturtiefstwert unter 1.000 Meter: Radstadt, 5,1 Grad am 12. August
  • Höchste Sonnenscheindauer: Mattsee, 603 Stunden, Abweichung von -13 Prozent

Deutlich weniger heiße Tage als im Vorjahr

Warum der Sommer 2016 trotzdem von vielen Menschen als gar nicht so warm empfunden wurde, liegt möglicherweise auch am Vergleich mit dem letzten Sommer, sagt ZAMG-Klimatologe Orlik: „Viele haben noch den sehr extremen Sommer 2015 in Erinnerung. Das war aber der zweitwärmste Sommer der Messgeschichte und er brachte einige neue Hitzerekorde. So gab es zum Beispiel 2015 in Graz und Klagenfurt 33 Tage mit mindestens 30 Grad. Das ist drei Mal so viel wie heuer. Rekorde gab es im Vorjahr auch bei der Zahl der Tage über 35 Grad, wie in Wien mit 15 derart extrem heißen Tagen. Der Sommer 2016 brachte dagegen nur einen einzigen Tag über 35 Grad und das auch nur an wenigen Orten, wie in Krems, Horn und Imst."

Viele Tage mit starkem Regen

Der Sommer 2016 brachte auch sehr viel Regen. 20 Prozent mehr Niederschlag als im Mittel bedeutet einen der 15 nassesten Sommer seit Beginn der Niederschlagsmessungen im Jahr 1858. „Das Besondere heuer waren sicher die relativ großen Regenmengen in kurzer Zeit, die oft auch zu Überschwemmungen und Muren geführt haben", sagt Klimatologe Orlik, „man sieht das gut an der Auswertung der Regentage und Regenmengen. Die Zahl der Tage mit mindestens 1 Millimeter Regen ist in vielen Regionen relativ normal ausgefallen. Aber die Zahl der Tage mit mindestens 10 Millimeter Regen liegt stellenweise deutlich über dem Mittel. In der Wiener Innenstadt brachte dieser Sommer zum Beispiel zwölf Tage mit mindestens zehn Millimeter Regen, im Mittel sind es nur sieben. In der Stadt Salzburg waren es 22 gegenüber 19 im Mittel."

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(Quelle: S24)

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