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Tausende Kleidungsstücke gestohlen: Verdächtige in Salzburg in Haft

Ein Duo soll seit zwei Jahren Tausende Kleidungsstücke aus Geschäften in Oberösterreich, Tirol, Salzburg und dem angrenzenden bayerischen Raum gestohlen und dann privat weiterverkauft haben.

Nach einer Anzeige wurden die beiden Hauptverdächtigen, eine 46-jährige Frau und ihr 49-jähriger Bekannter, von Beamten des Landeskriminalamtes Salzburg observiert und am 15. Februar auf frischer Tat in Weng im Bezirk Braunau (OÖ) ertappt. Die mutmaßlichen gewerbsmäßigen Diebe, die in Salzburg wohnen, sitzen seit 16. Februar in der Salzburger Justizanstalt in Untersuchungshaft. Zwei Komplizen und 15 Hehler wurden ausgeforscht. Die Diebe gingen immer mit dem gleichen Trick vor: Sie nahmen mehrere Kleidungsstücke in die Umkleidekabinen mit, verbargen das Diebesgut unter ihrer eigenen Kleidung und verließen anschließend einzeln die Geschäfte, ohne die mitgenommene Ware zu bezahlen. "Die Beschuldigten suchten offensichtlich gezielt Filialen aus, welche über keine Diebstahlsicherungen verfügten", berichtete die Sicherheitsdirektion Salzburg am Dienstagabend.

Weitere Komplizen in Verdacht

Über die genaue Anzahl der gestohlenen Waren und über den Gesamtwert der Beute konnten die Ermittler keine Angaben machen. "Wir gehen von Tausenden Kleidungsstücken aus", sagte ein Polizist zur APA. Bei der Durchsuchung der Verdächtigen und des verwendeten Fahrzeuges stellte die Polizei am 15. Februar insgesamt 96 gestohlene Textilien für Damen und Herren sicher. Das Gewand sei am selben Tag aus fünf Geschäften in Oberösterreich gestohlen worden, der Wert der Beute dieser "Tagestour" betrage allein 1.200 Euro, so die Polizei. Weitere Erhebungen ergaben, dass die Hauptbeschuldigten mehrmals bei Diebestouren von einer 57-jährigen Frau begleitet wurden. Der 23-jährige Sohn der 46-jährigen Hauptbeschuldigten hatte beim Verkauf der Ware geholfen.

Das Ausmaß des Schadens kann nicht mehr nachvollzogen werden

Bisher zeigten sich die Serben geständig, dass sie zumindest seit Jänner 2012 ein bis dreimal in der Woche Diebestouren unternahmen und die Ware anschließend an 18 Abnehmer weiterverkauft hatten. Die Polizei forschte 15 Hehler aus - sie stammen vorwiegend aus dem Raum Salzburg - und stellte Kleidungsstücke im Gesamtwert von 2.440,30 Euro sicher. Der überwiegende Teil der Beute wurde von den Hehlern ins Ausland gebracht. Mehrere Hehler gaben bei den Einvernahmen an, dass sie bereits seit 2010 Waren von den Beschuldigten erhielten. Laut Sicherheitsdirektion kann das ganze Ausmaß der Straftaten und des entstandenen Schadens nicht mehr nachvollzogen werden. Sämtliche weitere Tatverdächtige wurden auf freiem Fuß angezeigt. (APA)
(Quelle: S24)

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