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Teisendorf: Brauerei-Chef bei Dunkelheit von 45 Meter hohen Kamin gerettet

Bei einer abendlichen Einsatzübung ging es für die Bergwacht in Teisendorf hoch hinaus.

Bei einer abendlichen Einsatzübung ging es für die Bergwacht in Teisendorf hoch hinaus. Was macht Brauerei-Chef Christian Wieninger nachts auf dem 45 Meter hohen Kamin seiner Brauerei in Teisendorf? Er mimt einen verletzten Arbeiter für die Bergwacht Teisendorf-Anger, die im Rahmen einer Fortbildung zum Thema „Industrieunfälle und Höhenrettung“ bei Dunkelheit alle Abläufe für den Ernstfall durchspielte. Angenommen wurde ein Arbeitsunfall in rund 30 Metern Höhe, wobei der Patient versorgt und dann abgeseilt werden musste.

Kamin der Brauerei Teisendorf 45 Meter hoch

Der Kamin in unmittelbarer Nachbarschaft zum Bergwachthaus ist ein Objekt, das mit einem regulären Feuerwehr-Drehleiterkran nicht komplett bedient werden kann, weshalb im Ernstfall die Bergwacht einspringen muss. Bei der Übung wurde angenommen, dass der Verletzte nicht mehr aus eigener Kraft absteigen kann. „Über den üblichen Gleitstein verfügen wir leider nicht“, erklärt der stellvertretende Bereitschaftsleiter Georg Wimmer.

Brauerei-Chef wurde freiwillig zum „Opfer“

Ein Bergretter  stieg deshalb mit selbst gelegten Sicherungen den Kamin hoch, baute eine Dreipunkt-Verankerung zur Umlenkung an den Steigbügeln auf und übernahm in einer behelfsmäßigen Rettung den Verletzten. Weitere Einsatzkräfte sicherten das Seil zum Ablassen von Retter und Patient vom Boden aus, wobei die beiden an einem Abhalteseil vom Kamin abgeleitet wurden. „Das Beste war, dass Brauereichef Christian Wieninger, selbst passionierter Kletterer, sich von seinem Kamin retten ließ und dann als Gastgeber alle zu einer Brotzeit einlud“, berichtet Wimmer.
(Quelle: S24)

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