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Tödlicher Schuss in Wels: Neue Erkenntnisse erst am Montag

Im Fall des an einer Schussverletzung verstorbenen Mannes in Wels, der Donnerstagabend trotz Notoperation nicht mehr gerettet werden konnte, hüllte man sich von Behördenseite am Samstag in Schweigen. "Mit neuen Erkenntnissen ist erst am Montag zu rechnen", sagte der Welser Staatsanwalt Manfred Holzinger auf APA-Anfrage. Die Sicherheitsdirektion Oberösterreich ließ wissen, dass aufgrund der Ermittlungen nur die Staatsanwaltschaft für Auskünfte berechtigt sei.

Ein 29-jähriger Albaner war am Donnerstag kurz nach 20.00 Uhr mit einer Schussverletzung in das Klinikum Wels-Grieskirchen eingeliefert worden. Er starb nach einer Notoperation. Die Todesursache nach der Obduktion ergab inneres Verbluten. Danach wurden drei Personen festgenommen: Ein 28-jähriger Albaner, der den Verletzten ins Spital gebracht hatte, dessen Frau und ein 24-jähriger Kosovo-Albaner.

Ehepaar in der Nacht auf Freitag verhaftet

Das Ehepaar wurde bereits in der Nacht auf Freitag festgenommen. Der Mann habe den Beamten "Dummheiten erzählt", wie es zu dem Schuss gekommen sei, sagte Hermann Feldbacher von der Sicherheitsdirektion Oberösterreich am Freitag. Er habe angegeben, dass sein Begleiter beim Aussteigen aus dem Auto in der Nähe des Klinikums von hinten niedergeschossen worden sei.

Schuss fiel in Welser Wohnung

Tatsächlich ist der Schuss aber in einer Wohnung in Wels gefallen. Beamte des Landeskriminalamtes (LKA) Oberösterreich hatten Freitag früh Blut auf dem Gehsteig vor einem Haus gefunden, ebenso in der Wohnung. Eine Pistole, die zur Verletzung des Opfers passe, lag auf dem Fußboden, so Feldbacher. Was genau in den Räumen vorgefallen ist, sei nach wie vor unklar. Das festgenommene Paar, das Schussopfer sowie der tatverdächtige 24-Jährige seien jedenfalls in der Wohnung gewesen. Ob sich noch weitere Personen dort aufgehalten hatten, könne man nicht sagen. Der Mieter, ein Serbe, gab an, dass er sich seit 14 Tagen nicht dort war und die Albaner sich dort aufgehalten hätten. Der 24-Jährige wurde nach intensiver Fahndung Freitagmittag in Linz geschnappt.

Pistole möglicherweise Beute eines Einbruchdiebstahls

Laut Medienberichten könnte die Pistole Beute eines Einbruchdiebstahls gewesen sein. Die Waffe befand sich demnach in einem Standtresor, der kurz zuvor aus einem Haus im Bezirk Grieskirchen entwendet worden war. Das Einbruchsopfer habe die Beamten darauf hingewiesen, dass in dem Safe neben einer Münzsammlung im Wert von etwa 5.000 Euro auch eine Pistole vom Kaliber neun Millimeter samt 80 Schuss Munition gewesen sei. (APA)
(Quelle: S24)

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