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Traunstein: Fünf Einsätze in vier Tagen für Bergretter

Das schöne Herbstwetter lockt nicht nur viele Wanderer ins Gebirge, es beschert den Bergrettern auch viel Arbeit.

Allein am Traunstein (Bezirk Gmunden) in Oberösterreich rückten sie innerhalb von vier Tagen fünfmal aus. Am Dienstagabend mussten sie drei Jugendlichen zu Hilfe kommen, die sich in der Dunkelheit verstiegen hatten. Wolfgang Ebner, Obmann der Bergrettung Gmunden, kritisierte, dass die Burschen viel zu spät mit dem Aufstieg begonnen hatten und ohne Taschenlampen unterwegs waren.

Jugendliche wurden am Traunstein von Dunkelheit überrrascht

Die drei Jugendlichen aus Steyr im Alter von 15, 17 und 19 Jahren waren gegen 13.00 Uhr auf den Traunstein aufgebrochen. Das Trio kam aber langsamer als geplant voran. Schließlich wurde die Gruppe von der Dunkelheit überrascht, fand den Weg nicht mehr und saß in einer Höhe von 1.400 Metern fest. Die Burschen verständigten gegen 19.40 Uhr per Handy die Bergrettung. 15 Mitglieder und ein Alpinpolizist stiegen auf, die Hüttenwirte der beiden Traunstein-Schutzhäuser machten sich ebenfalls auf die Suche. Sie erreichten die erschöpften Jugendlichen zuerst und versorgten sie mit Essen sowie Taschenlampen. Die Burschen konnten daraufhin ihren Weg fortsetzen, die Bergretter kehrten wieder um.

Vier weitere Fälle von Bergnot am Traunstein

Der Einsatz war der fünfte innerhalb von vier Tagen: Am Samstag brach sich ein 31-Jähriger Welser bei einem Sturz am Naturfreundesteig das Schienbein, am Sonntag erlag ein 71-jähriger Wanderer Herzproblemen und die Helfer mussten die Leiche mit einer Gebirgstrage bergen. Am Montag stürzte ein 28-Jähriger 60 Meter über einen Steilhang und erlitt Platzwunden, einen Nasenbeinbruch sowie zahlreiche Prellungen. Tags darauf rutschte eine Pensionistin beim Abstieg vom Traunstein aus und zog sich Verletzungen am Brustkorb und am Bein zu. (APA)
(Quelle: S24)

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