Jetzt Live
Startseite Grenznah
Grenznah

Übung: Acht Verletzte nach Raftingunfall

Bei einer großangelegten Übung an der Köngisseer und Berchtesgadener Ache mussten die Rettungskräfte der BRK-Wasserwacht und der Freiwilligen Feuerwehr alles geben.

Bei einem simulierten Raftingunfall mit acht verletzten und vermissten Wassersportlern haben am Samstagvormittag Einsatzkräfte der BRK-Wasserwacht und der Freiwilligen Feuerwehren an der Königsseer und Berchtesgadener Ache ihr Zusammenspiel für einen komplexen Such- und Rettungseinsatz geübt. Ihr größter Feind dabei war die Zeit, denn mit der hohen Fließgeschwindigkeit dehnte sich der Einsatzbereich für die Suche nach den Abgetriebenen innerhalb weniger Minuten auf einen viele Kilometer langen Flussabschnitt aus. Vom Königssee bis zur Grenze nach Marktschellenberg war auf einer Länge von 18 Kilometern zweieinhalb Stunden lang ein Großaufgebot an Einsatzkräften gefordert.

Puppen aus Kanistern und Holz

Der Einsatz von echten Menschen war bei dieser Übung allerdings viel zu gefährlich. ?Die Abgetriebenen sind im Wildwasser mehreren Gefahren ausgesetzt: Sie kühlen schnell aus, werden gegen Hindernisse gedrückt, verletzen sich, verlieren das Bewusstsein und drohen zu ertrinken. Deshalb setzen wir an den gefährlichen Stellen keine echten Menschen als Mimen ein, sondern nehmen Puppen aus Kanistern und Holz!? erklärt Kreis-Wasserwacht-Chef Rudi Schierghofer.

Genaue Vorbereitung wichtig

Um einen Notfall perfekt zu simulieren wurde der niedrige Wasserstand durch Öffnung der Schleusen nach oben getrieben. Die Bedingungen sollen schließlich wie bei einem echten Einsatz stimmen. Um Passanten zu warnen sind überall Schilder aufgestellt worden, damit keiner die Übung stören konnte.


Unmengen an Informationen gleichzeitig

?Unser Hauptaugenmerk ist die rasche Bildung einer organisationsübergreifenden Gesamteinsatzleitung, die alle eingesetzten Einheiten bestmöglich koordiniert. Ohne die entsprechende Führung entwickelt sich eine zu große Eigendynamik und die Kräfte arbeiten womöglich aneinander vorbei?, erklärte Franz Kurz, der Technische Leiter der Berchtesgadener Wasserwacht, der die Übung zusammen mit Christian Standl und Holger Krinke von den Wasserwachten Bad Reichenhall und Freilassing-Ainring ausgearbeitet hat. Auf dem Salinenplatz bauten die Feuerwehr- und Rotkreuz-Teams der Unterstützungsgruppen ?Örtliche Einsatzleitung? und ?Sanitätseinsatzleitung? eine Wagenburg mit jeder Menge Technik auf.

Gegen 12.30 Uhr war die Übung am Samstag beendet. Alle Vermissten sind gefunden und an den Landrettungsdienst übergeben worden.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 24.07.2019 um 09:19 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/grenznah/uebung-acht-verletzte-nach-raftingunfall-59262577

Kommentare

Mehr zum Thema