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Ultraleichtflugzeug in Leogang abgestürzt: Zwei Tote

Beim Absturz eines Ultraleichtflugzeugs sind Donnerstagvormittag im Salzburger Pinzgau die beiden Insassen ums Leben gekommen.

Der Ultraleichtflugzeug war in Bayern gestartet und verlor gegen 11 Uhr zwischen Hochfilzen (Bezirk Kitzbühel) und Leogang im Pinzgau stark an Höhe, streifte mehrere Baumwipfel, die Oberleitung der ÖBB, begann daraufhin zu brennen und stürzte ab. Für den deutschen Pilot und einen noch nicht identifizierten Passagier -  vermutlich eine Frau -  gab es keine Rettung mehr. Die Absturzursache war vorerst noch nicht bekannt.

Leichtflugzeug in Bayern gestartet Der gecharterte Segler - ein Leichtflugzeug des Typs Pionier 200 aus Deutschland - war um 9.24 Uhr beim Flugplatz Schönberg am Chiemsee in Bayern gestartet. Zielflughafen war Zell am See im Pinzgau, wie Bernhard Rausch von der Sicherheitsdirektion Salzburg zur APA sagte. Kurz vor dem Absturz hat der Pilot dann noch den internationalen Notruf abgesetzt. "Er hat ganz kurz die Buchstaben Delta (D, Anm.) und Mike (M) durchgegeben und mehrfach ganz aufgeregt 'Mayday, Mayday' gerufen", so der Geschäftsführer des Flugplatzes Zell am See, Christian Moser. Das Flugzeug sei aber weit entfernt, der Spruch daher völlig abgehackt gewesen.

Leichtflugzeug geriet in Turbulenzen: Ursache unklar Laut Rausch haben Augenzeugen berichtet, dass das Flugzeug in Turbulenzen geraten sei. Johann Danzl von der Feuerwehr Hochfilzen hat mit einem dieser Zeugen gesprochen: Demnach kam das Flugzeug von Tiroler Seite schon viel zu tief in das Tal. "Es hat dann noch ein paar Baumwipfel gestreift, die Oberleitung berührt und ist abgestürzt", so Dankl. Das Flugzeug - es hat ersten Angaben zufolge das deutsche Flugkennzeichen D-MJWF - ist auf einem Gleis der Westbahn aufgeprallt und vollkommen ausgebrannt, sagte der Feuerwehrmann.

Beide Insassen sofort tot Nach Angaben des Bezirkspolizeikommandanten von Zell am See, Arno Kosmata, dürften beide Insassen sofort tot gewesen sein. Ihre genaue Identität war noch nicht bekannt. Die Absturzstelle befindet sich rund 500 Meter von der Landesgrenze zu Tirol entfernt. Parallel zur Westbahnstrecke verläuft die Landesstraße über den Pass Grießen nach Tirol. Sechs Polizeistreifen sperrten den Unfallbereich, auch zahlreiche Feuerwehrleute standen im Einsatz.

Die Flugunfallkommission des Verkehrsministeriums soll die Ursache klären. Ein Mitarbeiter befand sich bereits an der Absturzstelle, ein weiterer war auf den Weg dorthin, erklärte Pressesprecher Walter Fleißner. Die Staatsanwaltschaft Salzburg hat die Sicherstellung des Wracks und die Obduktion der Leichen angeordnet. Außerdem wurde ein Sachverständiger beauftragt, der gemeinsam mit den Experten des Ministeriums das Wrack untersuchen soll.

Westbahnstrecke am Nachmittag wieder frei Die ÖBB gehen davon aus, dass eines der beiden Gleise schon am Nachmittag wieder befahren werden kann. Dieses sei kaum bis nicht beschädigt, allerdings müsse man warten, bis die Unfallkommission ihre Arbeit erledigt habe, sagte ÖBB-Sprecher Rene Zumtobel. Wie stark das zweite Gleis in Mitleidenschaft gezogen wurde, war aber noch nicht bekannt. Hier sei mit einer Freigabe frühestens am Abend zu rechnen. Zwischen Saalfelden und Hochfilzen wurde ein Schienenersatzverkehr mit ÖBB-Post-Bussen eingerichtet.

SALZBURG24 wird in Kürze auch Bilder liefern.

(Quelle: S24)

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