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Verkehrsverbindungen zwischen Salzburg und Bayern gestärkt

Bei einem Treffen mit dem deutschen Verkehrsminister in Berlin, setzte sich Salzburgs Verkehrsreferent Wilfried Haslauer für den Ausbau sämtlicher Verkehrsverbindungen zwischen Bayern und Salzburg ein.

Verkehrsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Wilfried Haslauer reiste am Dienstag nach Berlin, um mit dem deutschen Verkehrsminister Dr. Peter Ramsauer aktuelle grenzüberschreitende Verkehrsthemen zu besprechen. "Seit der letzten Unterredung vor genau einem Jahr in Salzburg konnten in manchen Bereichen Fortschritte erzielt werden, andere Themen werden uns hingegen noch länger beschäftigen", sagte Haslauer

S-Bahn zwischen Freilassing und Salzburg

Fortschritte gab es im vergangenen Jahr beim S-Bahn-Ausbau zwischen Salzburg und Freilassing, für den die Behördenverfahren (Planfeststellungsverfahren auf deutscher Seite) mittlerweile laufen. Wenn der Zeitplan eingehalten wird, dann ist der S-Bahn-Vollausbau mit der Vollendung des dritten Gleises nach Freilassing bis 2016 Realität. Fortschritte sind für heuer auch beim Projekt Magistrale Paris–München–Budapest/Bratislava zu erwarten. Dafür soll noch im April auf österreichischer Seite eine definitive Trassentscheidung fallen. Die von Salzburg bevorzugte Trasse wurde in enger Abstimmung mit den betroffenen Gemeinden bereits vorgestellt. Auf deutscher Seite wird der zweigleisige Ausbau zwischen München und Markt-Schwaben sowie im Bereich Tüßling stufenweise umgesetzt. Gleichzeitig wird an der Elektrifizierung der Gesamtstrecke München-Mühldorf-Freilassing gearbeitet. Der Realisierungszeitraum beträgt zirka zehn Jahre.

Zugverbindung in Verzug

In der Frage der Eisenbahnverbindung zwischen Salzburg–Rosenheim und Kufstein drängte Haslauer im Einvernehmen mit seinen Kollegen aus Tirol und Vorarlberg auf Maßnahmen zur Beschleunigung dieser Verbindung. Derzeit benötigt man für die rund 70 Kilometer lange Strecke zirka 70 Minuten. Der deutsche Verkehrsminister Ramsauer begrüßte diese Initiative und schloss sich der Haltung der drei österreichischen Bundesländer an. Die deutsche Seite zeigte sich bereit, an einer gemeinsamen Studie mit dem Infrastrukturministerium in Wien mitzuwirken, allerdings wurde die vereinbarte Studie bisher von Infrastrukturministerium noch nicht in Auftrag gegeben. "Ich werde hier in Wien diese Zusagen mit Nachdruck einfordern", sagte Haslauer.

Kreisverkehr bei Schneizlreuth

In der Frage der Verbesserung der Verkehrssituation im so genannten "Kleinen Deutschen Eck" zwischen Bad Reichenhall und Lofer findet zurzeit eine Abstimmung zwischen dem Staatlichen Bauamt Traunstein und der Gemeinde Schneizlreuth über die Möglichkeit einer Kreisverkehrslösung statt. Diese könnte im Zusammenhang mit der Sanierung der Weißbachbrücke bei Schneizlreuth realisiert werden. Wenn die Gemeinde zustimmt, könnte das Bauvorhaben in zwei bis drei Jahren realisiert werden. "Ich habe einmal mehr auf die Wichtigkeit dieses Vorhabens für die Erreichbarkeit des Pinzgaus – insbesondere an verkehrsreichen Wochenenden im Winter – hingewiesen", sagte Haslauer.

Flughafen und Autobahnausbau

Haslauer bekräftigte bei seinem Gespräch in Berlin auch die ernorme Bedeutung des Salzburger Flughafens für Wirtschaft und Tourismus im gesamten Raum, also auch im benachbarten Bayern. Salzburg sei in Fragen des Anrainerschutzes diesseits und jenseits der Landesgrenzen immer gesprächsbereit gewesen. Ein weiteres Thema war der Ausbau der Autobahn A8 auf deutscher Seite. Haslauer bekräftigte einmal mehr das Interesse Salzburgs an einer leistungsfähigen und modernen Autobahnverbindung in diesem Bereich. Erste Baumaßnahmen im Bereich Rosenheim sind laut Auskunft des deutschen Verkehrsministeriums für das Jahr 2016 geplant. Das Gesamtvorhaben soll Schritt für Schritt in den nächsten 15 Jahren umgesetzt werden.

Gute Zusammenarbeit

"Es ist sehr erfreulich, dass wir mit dem deutschen Verkehrsministerium eine ausgezeichnete Gesprächsbasis haben, die uns Schritt für Schritt einer Umsetzung dieser schwierigen Themen näher bringt", sagte Verkehrsreferent Haslauer nach dem konstruktiven Arbeitsgespräch bei Bundesminister Dr. Ramsauer.
(Quelle: S24)

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