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Vermisster Innviertler gefunden: Leiche hing an Seegrund fest

Die Leiche des verschwunden Schlossers aus Kopfing (Bezirk Schärding) hing wochenlang am Seegrund fest.

Die Leiche eines seit Anfang August verschwundenen 38-jährigen Schlossers aus Kopfing/St. Roman (Bezirk Schärding) hat sich wochenlang am Grund eines Schotterteichs nahe der Werkstatt des Mannes verfangen. Ein Passant entdeckte die Leiche schließlich am Mittwochnachmittag. Die Obduktion am Donnerstagnachmittag soll genauen Aufschluss über die Todesursache geben. Die Polizei geht von Selbstmord aus.

Die Leiche hing am Grund fest

Man gehe davon aus, dass der Leichnam die ganze Zeit über in dem See war, so Chefinspektor Erich Allmer zur APA. Es handelt sich "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" um den Mann, da die Kleidung der Beschreibung des Vermissten entspricht. Der Teich, der am Gelände eines früheren Steinbruchs angelegt worden war, ist wie das angrenzende Areal mehrmals durchsucht worden. Da er aber 35 Meter tief ist, konnten Taucher den Körper nicht ausmachen. "Sie konnten den Grund nicht absuchen, weil alter Baumbewuchs unten ist, da hätte sich die Ausrüstung verfangen. Zudem ist die Sicht sehr eingeschränkt", erklärte Allmer. Wahrscheinlich sei die Leiche am Grund festgehangen und habe sich nun gelöst.

Der Innviertler war seit 5. August vermisst worden Zwei Wochen nach seinem Verschwinden kam die Polizei in den Erhebungen einen kleinen Schritt weiter: Eine DNA-Analyse ergab, dass die in und vor der Werkstatt gefundenen Blutspuren alle von dem Mann stammten.

Der Schlosser dürfte am Tag seines Verschwindens bereits gegen 5:00 Uhr zu arbeiten begonnen haben. Rund zwei Stunden danach bemerkte ein Kunde die Blutlacke. Die Ehefrau des Handwerkers erstattete Vermisstenanzeige, nachdem sie ihren Mann nicht finden konnte. An beiden Türschnallen des Werkstatteingangs und vor dem Gebäude befand sich Blut, danach verlor sich die Spur. Etliche großangelegte Suchaktionen mit mehreren hundert Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr und Rotem Kreuz sowie Privatpersonen, Tauchern, einem Hubschrauber mit Wärmebildkamera und Suchhunden brachten keinen Erfolg. (APA)

Weitere Bilder unter www.foto-scharinger.at.

(Quelle: S24)

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