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Weihnachtsgeschenk Hund: Das ist beim Kauf zu beachten

Interessenten sollten sich auch überlegen, ob es wirklich ein Hundewelpe sein muss (Symbolbild). APA/Robert Jäger/Archiv
Interessenten sollten sich auch überlegen, ob es wirklich ein Hundewelpe sein muss (Symbolbild).

Vor allem bei Kindern wird vor Weihnachten häufig der Wunsch nach einem Hund oder Hundewelpen laut. Damit der Vierbeiner aber nicht gleich wieder im Tierheim landet, sollte ein solcher Kauf überlegt und nicht überstürzt vonstattengehen.

In einer Aussendung warnt die bayerische Polizei in der Vorweihnachtszeit vor dem Kauf von Hundewelpen über private Verkäufer. "Tiere sind keine Geschenke. Gerade zu Weihnachten sollte man keine Hunde unter den Baum setzen", warnt auch Johanna Stadler von der Pfotenhilfe Lochen im Gespräch mit SALZBURG24. Für junge Tiere sei das Weihnachtsfest eine Belastung. Aufgrund vieler unbekannter Menschen und Gerüchen sind die Vierbeiner häufig überfordert. Eher empfiehlt sich ein symbolisches Geschenk wie ein Ratgeber zur Vorbereitung auf ein Haustier.

Rassehund oder Mischlingshund?

Wenn man sich dennoch für den Kauf eines Hundes entscheidet, ist vorab zu überlegen, ob es tatsächlich ein Welpe sein muss. "Auch ein junger Hund im Alter von zwei oder drei Jahren ist noch verspielt, lieb und vor allem stubenrein. Ein Welpe ist wie ein Baby und bedarf ähnlich viel Aufmerksamkeit", so Stadler. Sollte es unbedingt ein Welpe sein, stellt sich die Frage, ob es ein Rassehund sein muss oder auch ein Mischling sein darf. Ein Rassehund kostet zwischen 800 und 2.000 Euro, ein Mischlingshund hingegen im Tierheim die Schutzgebühr von 175 Euro. "Den bekommt man dann aber auch geimpft, gechipt und mehrmals entwurmt", gibt Stadler weiter an.

Polizei und Pfotenhilfe warnen vor Privatverkauf

Vor einem Privatverkauf von Hunden oder Welpen warnen Stadler und Polizei gleichermaßen. Hier gibt es zum einen Auslandsimporteure, die mit dem Verkauf von Rassehunden Geschäft machen. "Auch vermeintliche Tierschutzorganisationen, die Tiere aus Tötungsstationen retten und ins Ausland vermitteln, verkaufen Hunde oftmals privat. Das ist gut gemeint, die Tiere landen aber dennoch häufig im Tierheim", so Stadler. Das beim Privatverkauf ersparte Geld wird man oftmals später gleich wieder los: In Österreich muss ein Hund gechipt und registriert sein. Privat erstandene Tiere sind das häufig nicht, der Gang zum Tierarzt und die dazugehörigen Kosten bleiben dem Käufer dann nicht erspart.

Hund vorab kennenlernen

Grundsätzlich empfiehlt sich, das Tier immer vorab kennenzulernen. Am besten auch noch das Muttertier, sofern das möglich ist. Auch ist es wichtig, sich mit einem Hund und der damit verbundenen Aufgabe im Vorfeld auseinanderzusetzen. "Sonst landet der Hund nach Weihnachten, wie viele andere auch, wieder im Tierheim", warnt Stadler.

(Quelle: S24)

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