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Wintersportler verirren sich im Sturm am Dachsteinplateau

Die Beteiligten beteuerten laut Polizei, durch mehrere unglückliche Umstände in die missliche Lage gekommen zu sein (Symbolbild). AFP/Pascal Pochard-Casabianca/Archiv
Die Beteiligten beteuerten laut Polizei, durch mehrere unglückliche Umstände in die missliche Lage gekommen zu sein (Symbolbild).

Im dichten Schneetreiben und bei Sturmböen von bis zu 100 km/h haben sich am späten Samstagnachmittag im Dachsteingebiet sechs Tourengeher und vier Schneeschuhwanderer verirrt.

Die beiden Gruppen aus Oberösterreich und Deutschland waren in den Mittagstunden unabhängig voneinander vom Krippenstein Richtung Simonyhütte aufgebrochen, um dort Silvester zu feiern.

Tourengruppe verlässt präparierte Spur

Die Tourengruppe unter der Führung einer 26-Jährigen Frau aus Oftering (Bezirk Linz-Land) nutzte zunächst die bereits fast fertige Radrak-Spur in Richtung Simonyhütte. Im Bereich der sogenannten Speikleitn verließ die Gruppe gegen 15.30 Uhr die präparierte Spur, um das letzte Stück zum Ziel über den Sommerweg aufsteigen. Der mittlerweile stark zugenommene Wind erschwerte das Unterfangen aber, zugleich lagen die Seilsicherungen bereits unter dem Schnee. Obwohl sie schon relativ weit nach oben gekommen waren, entschlossen sich die Tourengeher schließlich zur Umkehr Richtung Radrak-Spur.

Gruppen kontaktieren Hüttenwirt

Im Abstieg trafen sie auf die deutschen Schneeschuhwanderer. Die beiden Gruppen schlossen sich zusammen. Da es inzwischen dunkel wurde, der Wind immer mehr an Stärke zulegte, einige Teilnehmer Probleme mit ihrem Material bekamen und die Gruppe wegen der widrigen Verhältnisse die Orientierung verlor, alarmierte ein Mitglied mit dem Handy den Hüttenwirt. Dieser stieg gemeinsam mit einem Mitarbeiter in der Dunkelheit zu den verirrten Gästen ab, konnte sie im Sturm finden und gegen 19.00 Uhr leicht unterkühlt und leicht geschockt zur Simonyhütte bringen.

Alle zehn Beteiligten waren gut ausgerüstet. Sie beteuerten laut Polizei, durch mehrere unglückliche Umstände in die missliche Lage gekommen zu sein. Der Hüttenwirt verwies allerdings darauf, dass der prognostizierte Schlechtwettereinbruch pünktlich gekommen sei.

(APA)

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 04.03.2021 um 09:37 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/grenznah/wintersportler-verirren-sich-im-sturm-am-dachsteinplateau-57631363

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