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"Haus bauen"

Zweithöchste Grundstückspreise in Salzburg

Österreichweite Preissteigerungen

SB, Baugrund Baugrund/Symbolbild
Die Quadratmeterpreise für Grundstücke steigen Österreichweit. (SYMBOLBILD)

Die Grundstückspreise in den 2.095 Gemeinden Österreichs sind im Jahresvergleich um acht Prozent gestiegen. Preistreiber sind vor allem die Umlandgemeinden rund um die großen Städte.

Am teuersten (mit Ausnahme von Wien) sind Grundstücke in Vorarlberg, mit durchschnittlichen Quadratmeterpreisen von fast 400 Euro pro Gemeinde, gefolgt von Salzburg und Tirol. Am günstigsten sind Baugründe im Burgenland mit durchschnittlich knapp 60 Euro. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin "Gewinn" in seiner neuen Ausgabe. Die Daten beruhen auf Eigenangaben der Gemeinden und Daten der Technischen Universität Wien.

Erhebliche Preisunterschiede

Die teuerste Gemeinde des Landes ist Kitzbühel. Hier seien Quadratmeterpreise von deutlich über 2.000 Euro für Villenbaugründe mittlerweile Durchschnitt. Im Gegensatz dazu kostet der Quadratmeter in Österreichs günstigster Gemeinde Ludweis-Aigen (NÖ) durchschnittlich 4 Euro.

(Quelle: APA)

Salzburg Spitzenreiter bei Mietpreisen

Miete, Mietvertrag APA/BARBARA GINDL
(SYMBOLBILD)

Während eine 70 Quadratmeter-Wohnung in der Stadt Salzburg vor 20 Jahren durchschnittlich 677 Euro Miete kostete, waren es im Jahr 2020 bereits rund 1.094 Euro, wie eine Erhebung der Arbeiterkammer zeigt. Auch am Land stiegen die Mieten stark an.

Mietkosten am stärksten erhöht

Mit der Inflation könne das nur zum Teil in Zusammenhang gebracht werde, sagt Edith Steidl, Konsumentenberaterin für Wohn- und Mietrecht der Arbeiterkammer Salzburg. „Die Mietpreise haben wesentlich stärker angezogen als die wesentliche Teuerung.“ Die Mietpreise seien in der Stadt Salzburg um 16,6 Prozent mehr gestiegen als die Inflation. Im ländlichen Raum sogar um über 18 Prozent.

Kein Bundesland so teuer wie Salzburg

Durchschnittlich kostet ein Quadratmeter Wohnraum in Salzburg 9,90 Euro inklusive Betriebskosten. Knapp dahinter liegt Vorarlberg mit 9,57 Euro und Tirol mit 9,20 Euro pro Quadratmeter. „Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass Salzburg bei den Einkommen keineswegs im Spitzenfeld zu finden ist, sondern im Bundesländervergleich im unteren Drittel rangiert“, gibt Peter Eder, Präsident der Arbeiterkammer, zu bedenken.

Rückstand bei gefördertem Wohnbau

Um dennoch leistbaren Wohnraum für die Salzburger zu schaffen, braucht es aus Sicht der AK deutlich mehr geförderte Mietwohnungen. Von rund 1.000 geförderten Wohnungen, deren Bau vergangenes Jahr in Aussicht gestellt wurde, wurden nur rund 700 errichtet, kritisiert Eder. Von den Einnahmen des Landes durch die Wohnbauförderung wurde laut Eder lediglich ein Drittel wieder für den Wohnbau verwendet. Der Rest sei im Salzburger Landesbudget versickert.

Intransparente Mietgesetze

Die Wohn - und Mietrechtsexpertin Steidl sieht die Notwendigkeit für ein einheitliches Mietrechtsgesetz. „Das aktuelle Mietrechtsgesetz ist in sehr unterschiedlichem Umfang anwendbar und damit für die Mieterinnen und Mieter kaum transparent.“ Auch eine Änderung des gesetzlichen Betriebskostenkataloges sei überfällig, so Steidl. Ein häufiges Problem sei, dass Vermieter sämtliche Kosten auf die Mieter abwälzen, das sei aber nur bei den direkt zurechenbaren Kosten wie Wasser, Abwasser und Müllentsorgung, zulässig. Grundsteuer, Verwaltungs- und Versicherungskosten seien von den Eigentümern zu tragen.

Lieber Eigentum?

Auch bei Eigentumswohnungen sind die Preise gestiegen. In der Stadt Salzburg ist ein Quadratmeter im Vergleich zum Jahr 2000 um rund 160 Prozent teurer. Am Land sieht es ähnlich aus: Hier beträgt die Preissteigerung rund 122 Prozent.

Aufgerufen am 29.07.2021 um 07:43 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/grundstueckspreise-salzburg-zweitteuerstes-bundesland-103320463

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