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"Gruß vom Krampus"

Krampus-Film startet durch

Trotz Schwierigkeiten

Der Film "Gruß vom Krampus" von der Salzburger Regisseurin Gabriele Neudecker schlägt ein wie eine Bombe. Doch der Weg bis zum "ersten Erfolg" war steinig. Die Filmemacherin erklärt uns, warum die Salzburger Dokumentation einen so schweren Stand hat.

In über 40 Kinos österreichweit wird Neudeckers Kunststück bereits ausgestrahlt. Sogar die kinoscheuen Salzburger lockt die Doku vor die Leinwand. Erste Kinos haben verlängert, neue kommen am Land dazu.

Fünf internationale Auszeichnungen

Nach der Auszeichnung beim Worldfest Houston in Texas heimste "Gruß vom Krampus bei der USA-Premiere nicht nur einen Silver Remi Award für die beste Film-Dokumentation, sondern auch einen Preis für "Best Make-up & Special Make-up Effects" ein. "Das geht aber auch auf das Konto der Passen und freiwilligen Helfer, ohne die das nicht möglich gewesen wäre", erklärte Neudecker im Gespräch mit SALZBURG24, dessen "Baby" bereits fünf internationale Preise abgestaubt hat.

Salzburg als hartes Kinopflaster

Mit dem Ziel, das Brauchtum und den "Fixteil der Jugendkultur" (Zitat Neudecker) in den Vordergrund zu rücken, erhielt die Filmemacherin aus Köstendorf Lob en masse. Und das, obwohl die Doku weder vom Land Salzburg, noch vom Bund eine Kinoförderung erhielt. "Das ist ein wenig schwer zu verstehen, aber in Salzburg hat man als Produktionsfirma einen schweren Stand. Alles dreht sich in und um Wien", erläutert die 53-Jährige. "Und das obwohl es unter anderem eine Werbung für das Bundesland ist."

Synchronisation für US-Durchbruch

Was solch eine Film wohl kostet? "Unter 100.000 Euro braucht man gar nicht anfangen". 20 Prozent der Aufnahmen seien von ihr aufgrund fehlenderFinanzen selbstgedreht worden. "Bei uns kommt fast kein Euro an. Einen Teil müssen wir dem Filmverleih übergeben, den Rest nehmen die Kinos ein. "Besonders am Land erlebt der Film einen Boom. Aber auch in Deutschland steht er in den Starlöchern und in den USA sogar vor dem Durchbruch. Die aktuellsten Anfragen kamen jüngst aus Massachusetts und New York. "Dafür ist aber eine Synchronisation notwendig. Die Amerikaner sind verwöhnt und können Untertitel nicht leiden", weiß die Regisseurin.

Neudecker: "Traditionen am Land ernst nehmen"

Über 100 Passen aus dem Land Salzburg begleitete die Köstendorferin und zeigte darin die Herkunft sowie auch die Schattenseiten des Brauchtums auf. "Mir war es wichtig, dass Traditionen vom Land auch ernst genommen werden. Es ist unwahrscheinlich, wie viele Tausende Gruppen, Eltern, Schulen und auch Kinder sich dafür interessieren." Viele sollen laut Neudecker die Doku auch als Angstprävention nutzen. Schulen wie  BORG, HLW und HAK Salzburg nutzen zuletzt eine Vorstellung zur Diskussionsrunde.

(Quelle: SALZBURG24)

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