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Folgenschwere DoS-Attacke

Hackerangriff legt Novogenia lahm

Massive Probleme mit Salzburger PCR-Gurgeltests

Wie das Land Salzburg heute in einer Aussendung berichtet, wurde das Salzburger Biotechnologieunternehmen Novogenia in den letzten Tagen wiederholt Opfer von mutmaßlichen Hackerangriffen. Das sorgte für teils tagelange Verzögerungen der Auswertungen von eingesandten PCR-Gurgeltests.

Eugendorf

Wie das Salzburger Biotechnologieunternehmen Novogenia berichtet, kam es in den letzten Tagen wiederholt zu mutmaßlichen Hackerangriffen auf die IT-Infrastruktur von „Salzburg Gurgelt“. Ziel der Attacken war es laut Novogenia augenscheinlich nicht, ins System einzudringen, sondern es mit so vielen Anfragen zu überlasten, dass es abstürzt.

Homepage teils offline

Experten sprechen hier von einer sogenannten DoS-Attacke (Denial of Service). Dadurch sei die Möglichkeit, sich zu registrieren oder für Tests anzumelden zeitweise offline gewesen. Novogenia versicherte, intensiv an Verbesserungen zu arbeiten. Die Vorgänge hatten zur Folge, dass die Möglichkeit sich zu registrieren, oder Tests anzumelden zeitweise offline war.

Betroffen von den Hackerangriffen war auch die Plattform "Niederösterreich gurgelt". Die entsprechende Seite funktionierte zuletzt mehrere Stunden nicht, wie auch der ORF NÖ berichtete.

Novogenia ausgelastet und Hacker-Opfer

Die Labore im Land Salzburg seien derzeit mit voll ausgelasteten Testkapazitäten konfrontiert, wodurch es zu erheblichen Verzögerungen bei der Auswertung kommt. Daher konzentriere man sich laut dem Land Salzburg momentan vorrangig auf die Abarbeitung der behördlich angeordneten Testungen, um die Infektionsketten möglichst effektiv unterbrechen zu können. Die Gründe für die Verzögerungen: Hunderte neue Fälle pro Tag und mehrere Hackerangriffe auf den PCR-Gurgeltest-Anbieter Novogenia, wie die Firma heute meldet.

 

Überwachte Antigen-Tests gelten am Arbeitsplatz

Die PCR-Teststruktur sei somit an ihren Grenzen, aber für die 3-G-Regelung am Arbeitsplatz sind nach wie vor die überwachten Antigen-Tests gültig. Diese werden weiterhin in den Teststationen des Roten Kreuzes in allen Bezirken angeboten.

Überlastung bei 1450 und in Apotheken

Mit Entschärfung der Lage rechnet das Land Salzburg voraussichtlich erst im Laufe dieser Woche. Für Fragen rund um die Testmöglichkeiten steht die Homepage des Landes zur Verfügung. Die Gesundheitshotline 1450 sei derzeit stark belastet, weshalb es zu längeren Wartezeiten kommen kann.

Einen verstärkten Ansturm verzeichneten am Montag auch die 70 Apotheken im Land. Hier werden die PCR-Tests nicht gegurgelt, sondern per Nasen- und Rachenabstrich durchgeführt. Durch den hohen Andrang betrage die Wartezeit auf das Ergebnis statt 24 momentan aber bis zu 36 Stunden, hieß es auf APA-Anfrage.

(Quelle: SALZBURG24/APA)

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