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"Vorkehrungen getroffen"

Häftlinge in Salzburg mit Corona infiziert

Cluster in der Justizanstalt in Puch

Gefängnis, Justizanstalt, Salzburg APA/BARBARA GINDL
In der Justizanstalt Puch gibt es ein Corona-Cluster.

In der Justizanstalt Salzburg in der Gemeinde Puch (Tennengau) sind 26 Häftlinge mit dem Coronavirus infiziert.

Puch bei Hallein

Anstaltsleiter Dietmar Knebel bestätigte am Donnerstag gegenüber der APA entsprechenden Online-Bericht von "SN.at" und "Kronen Zeitung".

Milde Krankheitsverläufe

Die betroffenen Insassen befinden sich in Quarantäne. "Die Krankheitsverläufe sind durchwegs mild", sagte Knebel zur APA. Die Belegschaft absolvierte einen Schnelltest. Das Ergebnis lag am frühen Nachmittag noch nicht vor.

Dienstag früh habe sich ein Insasse gemeldet, weil er sich krank gefühlt habe, schilderte der Leiter des Gefängnisses. Der Corona-Schnelltest bei dem Häftling fiel positiv aus. Wie er sich angesteckt hatte, war zunächst nicht bekannt. Da er in einem anstaltsinternen Betrieb beschäftigt war, wurden auch alle anderen Insassen des Gefängnisses auf das Coronavirus getestet. Bei 26 Häftlingen sei die Erkrankung mittels PCR-Test verifiziert worden, sagte Knebel im APA-Gespräch. Sie müssen zehn Tage lang in ihren Zellen bleiben und dürfen den Haftraum nur für Arztbesuche oder Corona-Testungen verlassen.

220 Personen in Justizanstalt inhaftiert

In der Justizanstalt sind derzeit 220 Personen inhaftiert, davon sind einige aber nicht im Gefängnis aufhältig. Die anwesenden 201 Häftlinge wurden mittels Schnelltest auf das Virus getestet. Alle jene, die positiv getestet wurden, und alle negativ Getesteten, die in den anstaltsinternen Betrieben arbeiten, unterzogen sich laut Knebel noch einem PCR-Test. Insgesamt seien um die 40 PCR-Tests durchgeführt worden. Die Belegschaft der Justizanstalt wurde per Schnelltest getestet, "es gibt noch kein abschließendes Ergebnis."

"Strenge Sicherheitsvorkehrungen"

Die Bewegungsfreiheit der Häftlinge im Gefängnis sei derzeit eingeschränkt, es gebe behördliche Auflagen. "Wir haben strenge Sicherheitsvorkehrungen im Haus. Es gibt interne Quarantänemaßnahmen", erklärte der Anstaltsleiter. So sei zum Beispiel die Kfz-Werkstätte geschlossen worden, nicht aber der Küchenbereich und die Wäscherei, wo negativ getestete Personen arbeiten. "Systemrelevante Betriebe im Gefängnis sind offen."

Nicht infizierte Insassen dürfen sich nach wie vor am Vormittag und Nachmittag eine begrenzte Zeit lang im Außenbereich des Gefängnisses aufhalten, allerdings nicht mehr in größeren Gruppen, sondern zu zweit unter Einhaltung der vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen wie die Einhaltung von Abständen. Weiterhin möglich sei auch der Besuch von Rechtsanwälten und Behördenvertretern, "unter strengen Hygienevorschriften", sagte Knebel. Das Tragen von FFP2-Schutzmasken ist verpflichtend. Die Gespräche seien auch nur hinter Glasscheiben möglich.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 27.10.2021 um 08:34 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/haeftlinge-der-justizanstalt-salzburg-infiziert-99348934

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