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Serie als Inspiration

"Squid Game" dominiert Halloween-Trends 2021

Overalls und schwarze Masken überall

Neben den Kostüm-Klassikern wie Hexe oder Sensenmann sind Halloweenverkleidungen heuer besonders von einem Serien-Hit inspiriert: „Squid Game“. Was es mit diesem Trend auf sich hat, welche Alternativen es dazu gibt und wie Corona unsere Vorlieben beim Feiern verändert hat, lest ihr hier.

Die Frage nach dem richtigen Halloweenkostüm bereitet Gruselfans oft schon Wochen im Voraus Kopfzerbrechen. Heuer dürfte die Outfit-Wahl allerdings etwas leichter fallen, denn besonders eine Online-Serie dient bei vielen heuer als Vorlage.

Serien inspirieren Erwachsene

Denn schon seit einiger Zeit holen sich gerade junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren immer öfter Inspiration von verschiedenen Serien, die es auf Netflix und bei anderen Streaminganbietern zu sehen gibt, erklärt Susanne Kirchtag, Chefin von "Abraham" am Gebirgsjägerplatz in der Stadt Salzburg, im SALZBURG24-Interview. „‘Haus des Geldes‘ ist weiterhin total im Trend. Und auch das ‚Squid Game‘.“

„Haus des Geldes“ handelt von einer kriminellen Organisation, die versucht, nach einem Raubüberfall mit der Beute zu entkommen und dem Gesetz zu entfliehen. Der koreanische Serien-Hit „Squid Game“, um den derzeit weltweit ein regelrechter Hype herrscht, handelt von Erwachsenen, die gegeneinander in Kinderspielen antreten. Dem Gewinner winkt ein hohes Preisgeld, für die Verlierer kann das Ganze tödlich enden.

 

"Squid Game"-Verkleidung nachgebaut

Es gebe jedoch in Europa derzeit noch kein eigenes "Squid Game"-Kostüm, weshalb Kirchtag mit ihrem Team einen „Nachbau“ produzieren hat lassen. „Das besteht aus einem dunkelorangenen Overall und einer schwarzen Maske, die theoretisch über den ganzen Kopf geht. Wir haben vorne mit einem weißen Lackstift die typischen Zeichen, also das Dreieck oder das Quadrat draufgezeichnet.“ Um das Outfit abzurunden und noch echter wirken zu lassen, dürften Waffen, wie ein Maschinengewehr, nicht fehlen. Einige Nachtlokale in und um Salzburg greifen das Thema ebenfalls auf und veranstalten eigene „Squid Game“-Mottopartys.

Kinder seien bei diesem Trend etwas außen vor. Bei ihnen seien weiterhin die Klassiker beliebt, erklärt Kirchtag: „Die Mädels wollen als Hexe oder Vampirin gehen. Die Burschen als Skelett, auch Scream-Masken sind sehr gefragt.“

 

Aus Faschingsrobe Gruselkostüm machen

Wer lieber etwas gegen den Strom schwimmen möchte, könnte auch ein klassisches Faschingskostüm, wie Krankenschwester, Nonne oder Indianer mit schaurigen Accessoires aufpeppen, rät die Expertin. Eine Version ist Kirchtag dabei besonders in Erinnerung geblieben: „Eine Dame hat letztens den Rock eines Rotkäppchenkostüms zerfetzt. Wir haben sie in der Garderobe walten lassen und sie hat das so lässig hinbekommen, mit einer zerrissenen Strumpfhose und dann noch passend geschminkt mit roten Kontaktlinsen.“

 

Kreativität an Halloween gefragt

Dass sich Halloween-Liebhaber bei ihren Kostümen besonderes viel Mühe geben und sich kreativ sehr einbringen, sei etwas Einzigartiges. Im Fasching sei dies zum Beispiel oft eher nicht der Fall. Kirchtag vermutet den Grund darin, dass man sich zum Gruselfest ja eigentlich „hässlich“ macht. Und das sei einmal ein ganz anderes Feeling. Außerdem gibt es im Internet viele Möglichkeiten, Ideen für sein eigenes Kostüm zu holen.

Schminken immer mehr im Vordergrund

Auch die passenden Accessoires dürfen für das perfekt-gruselige Kostüm nicht fehlen. Weiterhin seien farbige Kontaktlinsen ein Muss, genauso wie Schminke. Das Schminken habe in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen, stellt Kirchtag fest. Früher habe man öfter zu Masken gegriffen. Durch Tutorials und Vorlagen im Internet steige aber das Interesse, etwa Narben selbst zu basteln und Kunstblut einzusetzen.

Wer zu qualitativ hochwertigen Schminkprodukten greift, kann diese auch über mehrere Jahre hinweg ohne Bedenken benutzen, weiß die Expertin. Die meisten bunten Kontaktlinsen seien Drei-Monats-Linsen. Man könnte sie also drei Monate am Stück verwenden. Das Problem sei bloß, dass solche Produkte oft im Schrank landen würden, dann austrocknen und kaputt werden. „Wenn sie aber immer in der Flüssigkeit sind, kann ich sie ohne Probleme zwei oder drei Jahre hintereinander an Halloween tragen.“

Wie Corona Spuren hinterlassen hat

Das Halloween-Fest an sich gewinne zudem immer mehr an Bedeutung. Corona habe diese Entwicklung im vergangenen Jahr etwas unterbrochen und auch seine Spuren in der Art des Feierns hinterlassen: „Wir hören ganz viel von privaten Partys, die sicher und im kleineren Rahmen stattfinden. Gerade die Erwachsenen laden ein paar Freunde ein, nehmen vielleicht die Kinder mit und machen ein nettes Fest.“ Dementsprechend sei heuer Dekoration, wie Spinnennetze, hängende Skelette oder gruselige Tischdecken, extrem gefragt. Ob sich dieser Trend auch in den kommenden Jahren fortsetzt, wird sich weisen.

(Quelle: SALZBURG24)

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