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Handwerkspreis

Das sind die Besten Salzburgs

306 neue Meister

Jährlich holt der Salzburger Handwerkspreis Gewerbe- und Handwerksbetriebe, die sich durch besondere Projekte auszeichnen, vor den Vorhang. Diesmal konnten die Preisträgerinnen- und träger durch Tradition, Innovation und Nachhaltigkeit punkten. Sie alle sind in der Stadt Salzburg zuhause. Zudem jubelt die Wirtschaftskammer erneut über mehr als 300 neue Meister. Am Samstag wurden die Auszeichnungen feierlich übergeben.

Salzburg

4.000 Ausbildungsplätze bieten die heimischen Gewerbe- und Handwerksbetriebe und sind damit laut WKS der größte Lehrlingsausbildner im Land. Die Ausbildung übernehmen Meisterinnen und Meister, deren Zahl steigt in Salzburg von Jahr zu Jahr an. In diesem Jahr wurden 314 Meisterbriefe an 306 Meister vergeben.

Handwerkpreis, Salzburg WKS/Neumayr
Die über 300 Meister haben im Karl-Böhm-Saal im Haus für Mozart Aufstellung genommen.

Zur Präsentation dieser Zahlen und der Gewinner des Handwerkspreises, hat die WKS – passend zum Siegerprojekt – ins Hotel „Goldener Hirsch“ in der Salzburger Altstadt geladen. Der erste Platz würdigt dieses Mal traditionelle Handwerkskunst und geht an die RHZ Bau GmbH, für die Generalüberholung eben jenes Hotels.

Herausforderungen bei Hotel-Sanierung

„Der Auftrag war, 30 Millionen Euro in zehn Monaten zu verbauen“, schildert RHZ-Geschäftsführer Josef Rettenwander. Herausforderungen gab es viele: Für den Platzmangel in der Getreidegasse und auch am Herbert-von-Karajan-Platz mussten Lösungen gefunden werden. Außerdem stellte sich heraus, dass aus dem geplanten „Facelifting eine Generalsanierung“ werden wird. Die Gemäuer befanden sich in einem sehr schlechten Zustand: „Keller und Erdgeschoß haben wir samt der tragenden Mauern fast komplett abgetragen und die oberen Stockwerke auf Stahlträger abgestützt.“ Begonnen wurde im September 2018. Der Zeitdruck – zur Festspielzeit war das Hotel bereits ausgebucht – sowie viele unvorhergesehene Entwicklungen machten das Vorhaben so schwierig, weiß der Geschäftsführer: „Wir sind stolz, dass es uns trotzdem ganz gut gelungen ist.“

8.600 Kilo Stahl für Festspiel-Bühne

Freude herrscht darüber auch bei der Zweitplatzierten. Immerhin hat ihr Unternehmen besagte Stahlträger angefertigt, die für die Sanierung notwendig waren. Ausgezeichnet wurden Elisabeth Kislinger-Ziegler und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aber für ein gänzlich anderes Projekt. Die Ziegler Stahlbau GmbH fertigte für die Festspielinszenierung von „Die Perser“ im vorigen Jahr eine riesige, dreidimensionale Drehscheibe an. „Die Konstruktion besteht aus Formrohren, die zugeschnitten, gebohrt und verschweißt wurden“, erläutert die Geschäftsführerin. 8.600 Kilo Stahl wurden in 895 Arbeitsstunden verbaut. Auf der Bühne drehte sich das Ganze dann nicht nur in zwei Richtungen, sondern wurde auch noch gekippt: Die Schauspieler standen auf einem Gefälle von 51 Prozent. Gesichert waren sie an eigens eingebauten Ringen. Das Auftragsvolumen habe 90.000 Euro netto betragen, berichtet Kislinger-Ziegler.

Energie aus Dachziegeln

Der dritte Rang geht schließlich an ein Unternehmen, das auf Nachhaltigkeit setzt. Die NET Neue Energie Technik GmbH hat Photovoltaik-Module (PV) entwickelt, die traditionelle Dachziegel ersetzen können. Verwirklicht habe man das auf einem Gebäude des Herz-Jesu-Gymnasiums in der Stadt Salzburg. „Wir haben begonnen, die Schule in die energietechnische Unabhängigkeit zu führen“, erzählt Geschäftsführer Franz Schweighofer. Entwickelt hat er das System gemeinsam mit seinen beiden Söhnen, es sei „absolut neu“, betont er. Ausgerüstet wurde damit das Dach des neuen Studierraums. Die 160 Quadratmeter Fläche liefern 150 bis 200 Kilowattstunden Energie. „Tageweise kann sich die Schule komplett selbst versorgen.“ Die Photovoltaik-Ziegel sind wesentlich leichter als herkömmliche, auch hohe Schneelast sei kein Problem. „Die Module lassen sich erhitzen und schmelzen den Schnee einfach weg“, beschreibt Schweighofer. Sie funktionieren zudem auch bei schwachem und diffusem Licht, es braucht also keinen strahlenden Sonnenschein.

Vergeben wurden auch drei Anerkennungspreise. Einen heimste die Elektrotechnik Leitinger GmbH für ihren Solarzaun ein, ein weiterer ging an die Tischlerei Gollackner für ihre „Fetisch-Designkitchen“ sowie an die Revit GmbH für die Reparatur eines Reifens mit 2,7 Meter Durchmesser.

(Quelle: SALZBURG24)

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