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Verkehrsclubs warnen

Jetzt wieder vermehrt Nebel- und Wildunfälle

Diese Tipps sollten Autofahrer kennen

symb_nebel APA/dpa-Zentralbild/Patrick Pleul
Nebel- und Wildunfälle stehen jetzt wieder an der Tagesordnung. (SYMBOLBILD)

Viel Nebel und Wildtiere, die im Herbst neue Futterstellen suchen, führen auch in Salzburger immer wieder zu teils schweren Verkehrsunfällen. Besondere Vorsicht sei derzeit auf Salzburgs Straßen geboten, warnen die Verkehrsklubs ÖAMTC und ARBÖ.

Sichtbehinderungen durch plötzlich auftauchende Nebelfelder führen vor allem im Herbst immer wieder zu schweren Verkehrsunfällen. Insbesondere am Morgen und am Abend muss mit Nebel gerechnet werden, das spiegelt sich auch bei den Unfallzahlen wider. Im Vorjahr passierten bei Nebel insgesamt 458 Unfälle mit Personenschaden, berichtete der ÖAMTC am Mittwoch. Sechs Personen verunglückten tödlich.

Nebelunfälle zwischen Oktober und Dezember

Mehr als zwei Drittel der Nebelunfälle (308) passierten dabei von Anfang Oktober bis Ende Dezember 2020. Die meisten Unfälle im Vorjahr ereigneten sich in Niederösterreich (122), gefolgt von Oberösterreich (118), der Steiermark (83), Kärnten (46), Salzburg (25), Tirol (19), Vorarlberg (18), dem Burgenland (15) und Wien (zwölf). Im direkten Vergleich zum Jahr 2019 sind die Unfälle - trotz Pandemie - in allen Bundesländern, ausgenommen Oberösterreich, gestiegen.

Nicht an Licht des Vordermanns anhängen

Nicht angepasste Geschwindigkeit in Verbindung mit zu geringem Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug ist dabei die Unfallursache Nummer eins. "Sich instinktiv an das Licht des vorderen Autos 'anzuhängen' ist besonders gefährlich. Der Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug kann in der Realität viel geringer sein und die Sichtweise entspricht nicht mehr der Fahrgeschwindigkeit, was zu Auffahrunfällen führen kann", warnte Roland Frisch, Pkw-Chefinstruktor der ÖAMTC Fahrtechnik. "Bei sehr schlechter Sicht werden Nebelwarnungen auch im Radio durchgegeben. Die Hinweise sollten unbedingt ernst genommen und das Fahrverhalten der Situation sofort angepasst werden."

Achtung Wildwechsel!

Die Wildtiere suchen im Herbst neue Futterplätze und legen dabei weite Strecken zurück. Da kann es auch vorkommen, dass die Tiere vermehrt Straßen überqueren. Worauf bei Wildwechsel zu achten ist, erklärt der ARBÖ heute in einer Aussendung. Grundsätzlich gilt bei Dämmerung: Runter vom Gas! Bei geringerem Tempo bleibt mehr Zeit, um auf Gefahrensituationen entsprechend reagieren zu können. Was auch beachtet werden muss, ist der viel längere Bremsweg auf rutschigen und nassen Straßen, welche im Herbst keine Seltenheit sind. Vor allem bei Übergängen zwischen Feld und Wald, bei Waldbereichen und in der Nähe von Obstgärten ist mit Wildwechsel zu rechnen. Auch das Verkehrszeichen „Achtung Wildwechsel“ macht darauf aufmerksam, dass man auf Wildtiere treffen könnte.

Wild Unfall Pixabay
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Richtiges Verhalten bei Wildwechsel

  • Vorausschauend Fahren – besonders auf wenig befahrenen (Neben-)Straßen
  • Tempo anpassen – dies gilt vor allem bei Dämmerung und in der Dunkelheit
  • Überquert Rehwild bei Dämmerung oder in der Nacht die Straße, mehrmals hintereinander hupen (Dauerhupe vermeiden)
  • Eingeschaltetes Fernlicht kann die Tiere irritieren
  • Das Auto nicht verreißen oder Haken schlagen


Ist doch ein Wildunfall passiert, sollte folgendes beachtet werden:

  • Die Unfallstelle muss abgesichert werden
  • die Polizei verständigt sowie eine Anzeige gemacht werden
  • Weiters dürfen tote Tiere nicht mitgenommen werden

Bei einem Wildschaden besteht unverzügliche Verständigungspflicht. Passiert keine Meldung, macht man sich wegen Nichtmeldens eines Sachschadens strafbar. Zudem ist dieser Schritt wichtig, um eine Bestätigung für die Kaskoversicherung zu erhalten.

(Quelle: SALZBURG24/APA)

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