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Herkunft von Eiern in Fertigprodukten nicht nachvollziehbar

Im Nachhaltigkeits-Test „Marktcheck“ hat Greenpeace zehn Produktgruppen mit verarbeiteten Eiern in Österreichs Supermärkte getestet. Die Herkunft von in Fertigprodukten verwendeten Eiern sei mitunter unklar, kritisiert Greenpeace. Ursache sei vor allem die fehlende Kennzeichnung.

Im Gegensatz zu frischen Eiern kommen bei verarbeiteten Produkten auch nach wie vor Eier aus Käfighaltung zum Einsatz. Und das ohne Kennzeichnung.

Kein Verkauf von Eiern aus Käfighaltung

Der Verkauf von Eiern aus Käfighaltung dagegen ist in Österreich verboten. Ausgeschlossen werden kann dies nur bei Bio-Produkten und Produkten, wo die Informationen zu den Eiern auf der Verpackung angeführt sind. In zehn von rund 200 getesteten Fertigprodukten konnte keine eindeutige Herkunft der verarbeiteten Eier nachgewiesen werden, berichtete die Umweltschutzorganisation.

Richtlinien bei Eigenmarken lobenswert

Für die Eigenmarken der Supermarkt-Ketten wie "S-Budget", "Clever" und "Lomee" gibt es klare Richtlinien, so die NGO. Die verwendeten Eier stammten bis auf eine Ausnahme aus Freiland- und Bodenhaltung. Auch bei Schaleneiern aus Österreich könne man je nach Kennzeichnung sicher sein, dass diese aus artgerechter Haltung stammen und gentechnikfrei erzeugt wurden. Bei Bio-Eiern wurde ebenfalls eine umweltfreundliche Produktionsweise nachgewiesen.

Greenpeace fordert bessere Kennzeichnung

Dennoch zeigte sich die Umweltorganisation nicht beruhigt. "Aus Konsumentensicht ist die derzeitige Situation wenig zufriedenstellend. Greenpeace fordert daher eine Verbesserung der Kennzeichnung für alle Lebensmittel mit Ei. Dann wäre auch Schluss mit den billigen Käfigeiern in Fertigprodukten", sagte Simons.

(APA/SALZBURG24)

(Quelle: S24)

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