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Salzburger päppeln Tiere im eigenen Garten auf

Zwei Freunde kümmern sich um kranke und herrenlose Vierbeiner

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Im Tierschutzverein Felicita e.V. sind zurzeit 59 Kaninchen.(SYMBOLBILD)

Die Verantwortung gegenüber den Tieren brachte Tanja Grundner und ihren Geschäftspartner Felix Arlhofer auf die Idee, kranken und ausgesetzten Tieren ein Zuhause zu geben. Wir haben mit der Gründerin über ihr gemeinsames Projekt, fehlende Förderungen und eine spendable Bevölkerung gesprochen.

Wagrain, Lend, Bruck an der Großglocknerstraße

„Im Tierschutz könnte noch mehr gemacht werden“, erzählt Tanja Grundner im Gespräch mit SALZBURG24. Seit zehn Jahren engagiert sie sich neben ihrem normalen Beruf für den Tierschutz. Zusammen mit Felix Arlhofer meldete sie im Jänner die Tierhilfe Felicita e. V. an.

 

Private Tierrettung

Felicita e. V. ist kein Tierheim, sondern ein Tierschutzverein, welcher privat geführt wird. Deswegen werden die Tiere im eigenen Garten, in Lend (Pinzgau) und Wagrain (Pongau), wieder gesund gepflegt. „Wir wollen Verantwortung übernehmen“, schildert Grundner. Deshalb erfolge ihre Arbeit auch freiwillig und ohne Bezahlung.

Wie funktioniert der Tierschutzverein?

„Wir nehmen kranke und herrenlose Tiere auf und suchen ein neues Zuhause für sie“, erklärt Grundner. In dieser Zeit werden alle Arztbesuche übernommen, um die Tiere wieder fit zu bekommen. Einen großen Teil ihrer Arbeit nimmt zurzeit die Kastration von Bauernkatzen ein. „Wir holen die Katzen ab und bringen sie zum Tierarzt. Dort werden sie kastriert und danach bringen wir sie wieder zum Bauernhof zurück.“ Da viele sich nicht darum kümmern würden, übernehmen sie, in Absprache mit den Bauern, diese Aufgabe. Die Bezahlung erfolge teils von den Besitzern selbst oder durch Spenden.

Die Kaninchen fressen uns die Haare vom Kopf????‍????????‍???? Aktuell haben wir in unserem Verein 59 Kaninchen untergebracht, alle...

Gepostet von Tierhilfe Felicita e.V. am Sonntag, 25. April 2021

Urlaubsbetreuung für Kleintiere

Derzeit befinden sich in den Gärten von Grundner und Arlhofer 59 Kaninchen. Aber auch Katzen, Meerschweinchen, Vögel und Chinchillas sind dort beheimatet. Vor allem für die angebotene Urlaubsbetreuung sind alle Kleintiere herzlich willkommen.

Keine Förderung vom Land

Laut Grundner fühle sich für den Tierschutz niemand verantwortlich und dafür bekäme sie für ihren neu gegründeten Verein auch keine Förderung vom Land Salzburg. Nur die Gemeinden würden ihnen mit Kastrationsgutscheinen helfen. Demnach sind sie auf eine spendenorganisierte Projektfinanzierung angewiesen. Doch laut Sprecher des Landesrates Josef Schwaiger (ÖVP) gebe es eine Fördermöglichkeit. Dafür ist ein administrativer Vorgang mit leistungsbezogenen Kriterien.

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Im Bild von links: Franz Moser, Leiter Abteilung Lebensgrundlagen und Energie, Johannes Dines, Direktor Caritas Salzburg, Sabine Weißbacher, Caritas Salzburg , Landesrat Josef Schwaiger, Landesveterinärdirektor Josef Schöchl

Ein ganz besonderes Tierheim entsteht im Pinzgau

Neben dem Caritas-Dorf St. Anton in Bruck im Pinzgau entsteht eine einzigartige Begegnungszone von Menschen und Tieren. Menschen mit Behinderung werden in den Betrieb des Tierheims stark eingebunden.

Geplantes Tierheim im Pinzgau

Da man bis jetzt im Pinzgau vergeblich nach einem Tierheim sucht, arbeitet der Verein Felicita e. V. eng mit Hallein und der Landeshauptstadt zusammen. Doch ab Sommer gehört dieses Problem der Vergangenheit an, denn in Bruck an der Großglocknerstraße entsteht ein neues Zuhause für Tiere. Dieses Projekt soll eine besondere Begegnungszone von Mensch und Tier darstellen, denn es entsteht neben dem Caritas-Dorf St. Anton. Menschen mit Beeinträchtigung werden dabei in den Betrieb des Tierheimes stark eingebunden. „Es ist auf jeden Fall eine Zusammenarbeit mit dem neuen Tierheim geplant“, verrät Grundner. Die Eröffnung sei ein Schritt in die richtige Richtung.

(Quelle: SALZBURG24)

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