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Betroffener wieder genesen

Hinweise auf weitere Corona-Mutation in Salzburg

Verdacht auf brasilianische Variante: Probe an AGES geschickt

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Bei einer positiv auf Corona getesteten Person in Salzburg ergab das Vorscreening Hinweise auf die brasilianische Virusvariante.  (SYMBOLBILD)

Die nächste Coronavirus-Variante könnte in Salzburg angekommen sein. Das Land berichtet von Hinweisen auf die brasilianische Mutation bei einer positiv auf Covid-19 getesteten Person. Die betroffene Probe wird noch genauer überprüft.

Bei einem positiv auf Corona getesteten Mann ergab das Vorscreening Hinweise auf die brasilianische Virusvariante. Nachdem eine wesentliche Mutation zur Bestätigung dieser Variante fehlt, wurde die Probe zur Ganzgenom-Sequenzierung an die AGES geschickt. Das Ergebnis ist in einigen Tagen zu erwarten.

Hinweise auf Mutante in Salzburg

Die betroffene Person sei bereits wieder genesen und wurde mit negativem Corona-Test aus der Quarantäne entlassen. Die Behörden gehen derzeit davon aus, dass sich der Mann in Salzburg angesteckt hat. Er war offenbar nicht verreist. Vor der Entlassung aus der Quarantäne sei bei dem Mann noch ein PCR-Test gemacht worden, um zu klären, ob er noch ansteckend ist. "Er ist nicht mehr ansteckend, weil der CT-Wert sehr hoch war. Bei der Testung ist der Hinweis im Labor aufgetaucht, ob es sich vielleicht um eine Virusvariante handeln könnte", sagte ein Sprecher.

Jetzt werde geprüft, ob es sich um eine neue Virusvariante oder um eine Abwandlung der brasilianischen Virusvariante handelt. Weil der Mann eine Kontaktperson war, versuchen nun die Behörden, den Ansteckungsweg bis zum Indexfall zurückzuverfolgen. Zwei weitere Personen sind den Behörden bekannt. Die PCR-Proben werden auf die Virusvariante überprüft. Dabei wird analysiert, ob die festgestellte Mutation auf eine bestimmte Virusvariante passt. Bei der Ganzgenom-Sequenzierung müsse man sich auch ansehen, wie gefährlich diese Virusvariante einzustufen ist.

Coronavirus Pixabay
(SYMBOLBILD)

1.727 Corona-Neuinfektionen am Dienstag

Österreichweit 1.727 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden verzeichneten Innen- und Gesundheitsministerium am Dienstag. Aus Salzburg kommen 145 neue Fälle dazu.

Was diese gehäuften Coronavirus-Veränderungen bewirken, sei jedoch kaum klar und schwer abzuschätzen. Man müsse wachsam bleiben, aber nicht quasi im Wochentakt in "Alarmismus" verfallen, sagte der Virologe Andreas Bergthaler.

Coronavirus-Mutationen kommen auf

Die Hochkonjunktur des Begriffs "Variante" entstand um das Ende des Jahres mit der Erkenntnis, dass sich die "britische Variante" (B.1.1.7) nicht nur am Ort ihrer Entdeckung hurtiger verbreitete als der sogenannte Wildtyp des neuen Coronavirus. Dazu kam die Südafrika-Variante mit ihrer Bezeichnung B.1.351, die sich in Österreich vor allem in Tirol breitmachte. Gemein ist den beiden, dass sie in ihrem Erbgut tatsächlich gleich zahlreiche Veränderungen (Mutationen) gegenüber dem Ursprungserreger angesammelt haben.

Varianten auf dem Vormarsch

Aktuell zeige sich weiter, dass die britische Variante vor allem im Osten Österreichs im Vormarsch ist. Im Westen würden Abwasserproben mittlerweile jedoch auch schon höhere B.1.1.7-Anteile aufweisen. In Tirol sei noch nicht vollständig klar, wie gut die Ausbreitung von B.1.351 zumindest regional eingedämmt wurde. Alle Fragezeichen um die Mutationen würden jedenfalls deutlich zeigen, wie wichtig es ist, die Gesamtzahlen stark zu drücken, betonte Bergthaler: "Egal, welche Variante am Ende des Tages dahinter steckt."

(Quelle: APA/SALZBURG24)

1.727 Corona-Neuinfektionen am Dienstag

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Österreichweit 1.727 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden verzeichneten Innen- und Gesundheitsministerium am Dienstag. Aus Salzburg kommen 145 neue Fälle dazu.

Aktuell werden österreichweit 1.362 Personen aufgrund von Covid-19 in Krankenhäusern behandelt, 271 davon auf Intensivstationen. Bis dato sind 8.434 Menschen im Zusammenhang mit Corona gestorben. Mehr als 423.000 Personen gelten als genesen.

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Neuinfektionen nach Bundesländern

  • Burgenland: 57
  • Kärnten: 140
  • Niederösterreich: 483
  • Oberösterreich: 145
  • Salzburg: 145
  • Steiermark: 230
  • Tirol: 147
  • Vorarlberg: 32
  • Wien: 348

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