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Hitzige Debatte um Abschuss von wildernden Hunden

Zwei wildernde Hunde wurden in Schleedorf (Flachgau) von Jägern am Ostersonntag erschossen, nachdem sie 16 Hühner rissen. Zwischen Jägerschaft und dem Österreichischem Tierschutzverein ist ein Streit ausgebrochen. Die SALZBURG24-User haben sich allerdings eindeutig für eine Lösung entschieden.

Dass der Österreichischer Tierschutzverein und die Jägerschaft nicht in freudigem Einklang leben, ist bekannt. Doch am vergangenen Oster-Wochenende kam es zu einem neuen Höhepunkt der Spannungen. In Schleedorf (Flachgau) haben zwei wildernde Hunde insgesamt 16 Hühner gerissen. Nachdem die Hunde nicht eingefangen werden konnten, wurden sie von dem zuständigen Jagdleiter und zwei Aufsichtsjägern erschossen. Seit diesem Vorfall gehen die Wogen zwischen Jägern, Landwirten und Hundebesitzern hoch.

SALZBURG24 Umfrage mit klarem Ergebnis

Die Meinung der SALZBURG24-User zu diesem Vorfall ist allerdings mehr als eindeutig. 92,53% (533 Personen) der Befragten haben dafür gestimmt, dass Jäger, wilde Hunde erschissen dürfen, sofern sie damit andere Tiere beschützen. Nur 7,47 % (43 Stimmen) sind der Meinung, dass Hunde ihren Urinstinkt ausleben sollen. Damit vertritt eine klare Mehrheit der Befragten die Meinung der Jäger, die die Hunde im Flachgau, nach reiflicher Überlegung, erschossen haben, um andere Tiere zu schützen.

2014-04-24 10_10_02-Hitzige Debatte um Abschuss von wildernden Hunden - Salzburg-News - Salzburg24.a Salzburg24
2014-04-24 10_10_02-Hitzige Debatte um Abschuss von wildernden Hunden - Salzburg-News - Salzburg24.a

"Jäger hätten Warnschuss abgeben können"

Der Bauer alarmierte die Jägerschaft der Gemeinde, der Jagdleiter und zwei Aufsichtsjäger entdeckten die Hunde kurz darauf und erschossen sie. „Ich habe keinerlei Verständnis dafür", so Janine Koster vom Österreichischen Tierschutzverein im Gespräch SALZBURG24 und führt fort, „man gönnt den Hunden nicht ihren natürlich Jagdtrieb. Die Jäger hätten auch einen Warnschuss abgegeben und den Besitzer kontaktieren können."

"Aufklärung über die Urinstinkte"

Landesjägermeister Josef Eder sieht das anders: „Wenn wildernde Hunde Nutztiere reißen oder Wild jagen, dann liegt es im Ermessen des Jägers, ob er den Hund tötet. Die Besitzer werden vorher eigentlich ermahnt, aber es tut jedem Jäger weh, wenn er einen Hund erschießen muss, denn er ist unser treuer Begleiter." Die Jäger beobachteten, wie die Hunde nach dem Reissen der Hühner ein Reh durch den Wald gejagt haben. „Ich bitte Hundebesitzer darum, auf andere Tiere zu achten. Derzeit ist im Wald große Kinderstube, die Bevölkerung muss über die Urinstinkte ihrer Haustiere aufgeklärt werden", so Eder im Gespräch mit SALZBURG24.

(Quelle: S24)

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