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Arbeiterkammer erfreut

110.000 Salzburger profitieren von Homeoffice

Kostenersatz und Zuschüsse

Arbeiterkammer SALZBURG24/Wurzer
Die Salzburger Arbeiterkammer sieht durch im neuen Homeoffice-Paket zahlreiche Verbesserungen für alle Beschäftigten.

Das heute präsentierte Homeoffice-Paket bringt aus Sicht der Arbeiterkammer (AK) Salzburg zahlreiche Verbesserungen für alle Beschäftigten, die ihrer Arbeit in den eigenen vier Wänden nachgehen.

Während Homeoffice vor einem Jahr noch ein relatives Randthema war, ist es seit Mitte März 2020 für viele Menschen zum Alltag geworden. Laut AK-Analyse könnten in Salzburg immerhin rund 110.000 Menschen bzw. 45 Prozent der Beschäftigten ihrer beruflichen Tätigkeit in den eigenen vier Wänden nachgehen.

Homeoffice: Kostenersatz und Zuschüsse

"Die neuen Regeln stellen klar, dass digitale Arbeitsmittel wie Laptop, Handy und auch Internet vom Arbeitgeber bereitgestellt werden müssen oder ein Kostenersatz gezahlt werden muss", so AK-Präsident Peter Eder in einer Aussendung. Neu ist zudem, dass verpflichtende Kostenersätze und freiwillige Zuschüsse des Arbeitgebers von bis zu 300 Euro jährlich steuer- und sozialversicherungsfrei sind. Wird dieser Betrag nicht ausgeschöpft, kann die Differenz als Werbungskosten geltend gemacht werden.

Neben der finanziellen Entlastung für Beschäftigte im Homeoffice wurden weitere Verbesserungen vereinbart:

  • Unfallversicherungsschutz im Homeoffice wird zum Dauerrecht
  • Klarstellung, dass alle Bestimmungen des Arbeitszeitgesetzes, Arbeitsruhegesetzes und die anwendbaren Bestimmungen des ArbeitnehmerInnenschutzgesetzes auch im Homeoffice gelten
  • Homeoffice kann nur freiwillig vereinbart werden, es braucht eine schriftliche Vereinbarung
  • Homeoffice wird zum Betriebsvereinbarungstatbestand
(Quelle: SALZBURG24)

Homeoffice-Regelung jetzt fixiert

symb_homeoffice APA/dpa/Sebastian Gollnow
(SYMBOLBILD)

Das Warten auf gesetzliche Regeln für Homeoffice-Arbeit hat ein Ende: Finanzminister Gernot Blümel, Arbeitsminister Martin Kocher (beide ÖVP) und die Sozialpartner haben am Dienstag eine Einigung erzielt, teilte das Arbeitsministerium heute mit.

Die Kernpunkte: Die Arbeit im Homeoffice bleibt weiterhin Vereinbarungssache, für die Arbeitnehmer gibt es steuerliche Begünstigungen bis zu 600 Euro und Beschäftigte im Homeoffice sind unfallversichert.

Keine Verpflichtung zum Homeoffice

Zuletzt war auch die Forderung von seiten der Arbeitnehmervertreter diskutiert worden, dass Arbeitgeber ihren Mitarbeitern verpflichtend die Möglichkeit zum Homeoffice anbieten sollten, wenn das möglich ist. Eine solche Verpflichtung kommt nicht. "Homeoffice ist und bleibt Vereinbarungssache", heißt es in einer Mitteilung des Arbeitsministeriums. Die Vereinbarung soll schriftlich erfolgen und von beiden Seiten unter Einhaltung einer einmonatigen Frist widerrufen werden können. Auch freiwillige Betriebsvereinbarungen sollen möglich sein.

Arbeitsmittel sind kein Sachbezug

Weiter wird klargestellt, dass die Bereitstellung von digitalen Arbeitsmitteln (z.B. Laptop) durch dein Arbeitgeber kein steuerpflichtiger Sachbezug ist. Zahlungen der Arbeitgeber zur Deckung der Mehrkosten im Homeoffice für Laptops oder Mobilgeräte sollen bis zu 300 Euro pro Jahr steuerfrei sein. Außerdem sollen Arbeitnehmer auch andere Aufwendungen bis zu 300 Euro als Werbungskosten absetzen können - in Summe also bis zu 600 Euro.

Regelung bereits für Arbeitnehmerveranlagung 2020

Diese Regelung soll bereits für die Arbeitnehmerveranlagung 2020 gelten, in diesem Fall gilt die 300-Euro-Grenze allerdings für das Jahr 2020 und 2021 zusammen.

Die Corona-Pandemie, die als Turbo für die Heimarbeit diente, hat konkrete Regeln notwendig gemacht. Diese sollen über die Krise hinaus praktikabel anwendbar sein. Ursprünglich hatten sich die Sozialpartner geeinigt, die Gewerkschaft GPA forderte zuletzt mehr Tempo seitens der Bundesregierung aus ÖVP und Grünen.

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