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Hypo Salzburg verzeichnet Gewinnanstieg

Hypo Salzburg, Helmut Praniess NEUMAYR/PROBST/ARCHIV
Helmut Praniess, Generaldirektor der Hypo Salzburg.

Die Hypo Salzburg hat 2018 ihr Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) um sieben Prozent auf 12,6 Mio. Euro gesteigert. "Für eine Regionalbank, die ausschließlich vom Kundengeschäft lebt, ist das ein sehr ansprechendes Ergebnis", sagte Helmut Praniess, Generaldirektor der Hypo Salzburg, am Mittwoch bei einem Pressegespräch.

Die Bilanzsumme der Bank sank 2018 von 3.348,4 Mio. Euro auf 3.082,5 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis ging von 10,7 auf 8 Mio. Euro zurück. Praniess machte dafür Sondereffekte, Personalkosten sowie einen steigenden Sachaufwand durch die immer anspruchsvoller werdenden Regulatorien der Bankenaufsicht und der Europäischen Zentralbank verantwortlich. Weil die Hypo Salzburg Teil des Konzerns der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich (RLB OÖ) ist, gilt sie als systemrelevantes Kreditinstitut und muss die Auflagen einer von der Europäischen Zentralbank geprüften Bank erfüllen. Die Aufwendungen dafür würden sich laufend erhöhen und gingen in die Millionen, sagte der Bankenchef.

Fusion mit RLB OÖ?

Dies ist auch der Grund, warum die RLB OÖ und die Hypo Salzburg darüber nachdenken, wie sich Doppelgleisigkeiten beim Risikomanagement, Meldewesen oder Rechnungswesen vermeiden und die Kosten in der Verwaltung senken lassen. Im Rahmen einer Projektgruppe werden derzeit alle möglichen Optionen bis hin zu einer Fusion der Hypo Salzburg mit der RLB OÖ geprüft. "Unser Ziel ist die Kostensenkung", stellte Praniess klar. Für alle Optionen sei eines Bedingung: "Der Auftritt der Hypo Salzburg als Hypo Salzburg bleibt", erklärte der Generaldirektor. Es gehe nicht um Filialschließungen oder Mitarbeiterabbau, betonte er. Wie die Entscheidung letztlich aussehe, sei noch offen. Der Generaldirektor rechnet damit, dass es noch heuer eine Entscheidung darüber geben wird, wie es mit der Hypo Salzburg weitergeht. "Wichtig ist, dass das Unternehmen für die Zukunft wirtschaftlich gesund und stabil aufgestellt ist."

357 Mitarbeiter bei Hypo Salzburg

Die Hypo Salzburg beschäftigt derzeit 357 Mitarbeiter und verfügt über 24 Filialen. Die Kundennähe und kurze Entscheidungswege nennt Praniess als Grund, warum das Kreditinstitut im vergangenen Jahr rund 3.700 neue Kunden gewinnen konnte. Positiv entwickelt habe sich das Kreditgeschäft - Praniess sprach von einem Plus von 20 Prozent - sowie die Vermögensverwaltung. Die Bank betreut für knapp 1.000 Kunden ein Vermögen von 294 Mio. Euro - ein Plus von 17,2 Prozent gegenüber 2017. Die aushaftenden Kredite lagen zum Ende des Geschäftsjahrs bei 2,3 Mrd. Euro, die Spar-und Termineinlagen betrugen 1,6 Mrd. Euro. Die Eigenmittel betragen 240,1 Mio. Euro (2017: 241,3), die Kernkapitalquote stieg von 12,52 auf 13,43 Prozent. Den Marktanteil in Salzburg bezifferte Praniess mit zehn bis zwölf Prozent und sieht noch Potenzial nach oben.

(APA)

(Quelle: APA)

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