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Verwaiste Tiere

Wie man Igeln helfen kann

Wichtige Tipps für Versorgung

Igel APA/DPA/PATRICK PLEUL
Igel sind nicht besonders scheu.

Die Polizei, dein Freund und Helfer – das gilt offenbar auch für Igel. Die Salzburger Polizei sorgt derzeit mit einem niedlichen Facebook-Posting für Entzückung und viele virtuelle Herzchen. Ein Beamter hat einen kleinen Igel gerettet. Wir klären auf, wie man den stachligen Vierbeinern am besten helfen kann.

"'I will survive' lautet die Devise für den kleinen Igel! Ein Kollege rettete ihn von der Straße und päppelt den Igel zu Hause wieder auf!", heißt es zu dem Bild auf Facebook. Ein Beamter hält dabei einen putzigen Igel in der Hand. Innerhalb kürzester Zeit erzielte das Posting über 200 Likes und Herzchen.

???? „I will survive“ lautet die Devise für den kleinen Igel! Ein Kollege rettete ihn von der Straße und päppelt den Igel zu Hause wieder auf! #iwillsurvive #polizeisalzburg

Gepostet von Polizei Salzburg am Donnerstag, 21. November 2019

Findet man selbst während der kalten Herbst- und Wintermonate einen verwaisten Igel, gilt es ein paar Grundsätze zu beachten. Wie auch am Bild der Salzburger Polizei zu sehen, sollten immer Handschuhe getragen werden, sobald man einen Igel berührt. 

Wichtige Tipps für die Erstversorgung:

  • Wasser in einem kippsicheren, flachen Schälchen bereitstellen.
  • Keine Milch! Igel können diese nicht verdauen.
  • Als Erstnahrung eignen sich Katzenfutter, gekochtes Ei oder angebratenes, ungewürztes Hackfleisch.
  • Kranke und verletzte Igel gehören umgehend zum Tierarzt.
(Quelle: SALZBURG24)

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Wie man Igeln beim Überwintern hilft

Igel halten bis April Winterschlaf. ÖTV/Pixabay
Igel halten bis April Winterschlaf.

Ein Igel hält meist bis Anfang April Winterschlaf - und das oft in unseren Gärten. Wir klären auf, wie man den stacheligen Vierbeinern dabei am besten helfen kann.

Um sich optimal auf den Winter vorzubereiten, haben Igel im Herbst nur eines im Sinn: So viel Fett wie möglich anzusetzen. Als Insektenfresser ernähren sie sich vorwiegend von Käfern, Raupen, Heuschrecken, Regenwürmern oder auch Vogeleiern. Haben Igel ein ausreichend hohes Gewicht erreicht, suchen sie nach geeigneten Plätzen um den Winter, bis ca. Anfang April, im Winterschlaf zu überdauern. Dabei fällt ihre Wahl oftmals auf die heimischen Gärten von uns Menschen.

Der Igel als Kulturfolger in unseren Gärten

"Im Vergleich zu monotonen Wäldern, weisen die Grünflächen von uns Menschen zahlreiche Kleinstlebensräume auf, die dem Igel eine enorme Nahrungsvielfalt bieten und eindeutig von ihm bevorzugt werden", erklärt ein Biologe des Österreichischen Tierschutzvereins.

Für ein harmonisches Miteinander zwischen Mensch und Igel haben Gartenbesitzer zahlreiche Möglichkeiten: Naturbelassene "Unordentlichkeit", also manch' "wilde Ecke" im Garten, ist natürlicher Lebensraum von verschiedensten Insekten und Kleinlebewesen – die Nahrungsquelle der Igel. Die stacheligen Untermieter bedienen sich gern an solch tierischen Buffets und bedanken sich während der Sommermonate, indem sie sich verlässlich um Schnecken- und Insektenverwertung kümmern.

Ein Laubhaufen beispielsweise, kann dem Igel weitergehend als perfektes Überwinterungsnest dienen, denn "das Laub bildet eine gut isolierte Fläche unter der die Temperatur nicht unter den Gefrierpunkt fallen kann", wissen die Tierschützer.

A la Carte für den Igel?

Wer sich für das Anbieten von Futter entscheidet und keine Lust auf Insektenjagd verspürt, findet im Zoofachhandel meist eine gute Auswahl an Spezialigelfutter. Ebenso kann Katzennassfutter mit Haferflocken vermengt, in den Garten gestellt werden. Pflanzliche Nahrung kann der Igel nicht wirklich verwerten. Obst wird nur als Wasserquelle während trockenen Zeiten genutzt. Unbedingt vermeiden sollte man Milch. Diese verursacht aufgrund des nicht verdaubaren Milchzuckers schweren Durchfall.

Der Igel ist kein Haustier

Igel mit der Hand zu füttern wird oft und gern versucht, jedoch entspricht es nicht dem Naturell des Igels. "Für die meisten Tiere stellt dies eine enorme Stresssituation dar, auf die sie sich nur einlassen, wenn sie ganz besonders hungrig sind." Zudem kann ein Igel Zecken bzw. durch einen Biss zahlreiche Parasiten wie u.a. Kokzidien und Lungenwürmer an Haustiere übertragen. Bakterien wie Salmonellen, Leptospiren oder auch Hautpilzinfektionen können auch für den Menschen eine Gefahrenquelle darstellen. Darum gilt beim Umgang mit Igeln: Immer Handschuhe tragen und regelmäßig Hände waschen.

Aufgerufen am 09.12.2019 um 02:50 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/igel-retten-worauf-zu-achten-ist-79560130

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