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Impressionen vom Ground Zero

Am Sonntag jähren sich die Anschläge vom 11. September zum zehnten Mal. Ein Salzburger Fotograf ist derzeit in New York und fing Impressionen vom Ground Zero ein.

Im Zentrum des Gedenkens an 9/11 steht aber wie in den Jahren zuvor das Erinnerungsritual am Ground Zero in NewYork, wo das Terrornetzwerk Al Kaida das World Trade Center mit zu fliegenden Bomben umfunktionierten Flugzeugen dem Erdboden gleichmachte und den Großteil der fast 3.000 Anschlagsopfer tötete.

An der Gedenkveranstaltung im Süden Manhattans nehmen US-Präsident Barack Obama, sein Vorgänger George W. Bush, NewYorks Bürgermeister Michael Bloomberg und dessen Vorgänger Rudolph Giuliani teil. Ab 08:40 (Ortszeit) werden die Namen der Opfer von 9/11 vorgelesen, umrahmt von Musik, Gedichten und Gebeten. Das Programm wird von Schweigeminuten unterbrochen zu den Uhrzeiten, an denen die beiden Passagierflugzeuge in das World Trade Center rasten sowie die Zwillingstürme einstürzten. Auch an den Einschlag eines Flugzeugs ins Pentagon in Washington und den Absturz einer vierten entführten Maschine nahe Shanksville im Bundesstaat Pennsylvania wird mit einer Gedenkpause erinnert.

Die Veranstaltung findet vor der Kulisse der in den Himmel wachsenden Neubauten des World Trade Centers statt. Anschließend wird im Schatten der halbfertigen Wolkenkratzer ein Mahnmal für die Anschläge eröffnet. Die Gedenkstätte besteht aus zwei Granitbecken, die in den viereckigen Fundamente der eingestürzten Zwillingstürme eingelassen sind und an deren Seitenwänden sich Wasserfälle ergießen. Auf Bronzeplatten sind die Namen der Opfer eingraviert.

Wochenende im Zeichen der Erinnerung

Neben dem Hauptgedenken in NewYork fährt Obama am Sonntag auch zu Zeremonien am Pentagon und in Shanksville. Außerdem nimmt der Präsident an einem ökumenischen Konzert in der National Cathedral in Washington teil. Im ganzen Land finden rund um den Jahrestag Gedenkveranstaltungen statt. So versammelten sich etwa in der Richard Nixon-Bibliothek in Yorba Linda in Kalifornien bereits am Montag hunderte Menschen zu einer Zeremonie, bei der stählernen Überreste des World Trade Centers an die Stiftung des früheren US-Präsidenten übergeben wurden. Im Museum für nationale Geschichte in Washington werden derzeit mehr als 50 aus dem Schutt des World Trade Centers und des Pentagons geborgene Gegenstände ausgestellt, darunter Flugzeugteile.

Für die Menschen in den USA ist die Trauerarbeit nur ein Teil des Jahrestages, zehn Jahre nach den Anschlägen richten sie den Blick auch nach vorne. NewYorks Bürgermeister Bloomberg schwärmte, dass die Wiederbelebung der Gegend um Ground Zero "eines der großartigsten Comebacks in der amerikanischen Geschichte" sei. Die Tötung von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden Anfang Mai durch US-Elitesoldaten in Pakistan half ebenfalls, das nationale Trauma 9/11 zu dämpfen. Einer Umfrage der Zeitung "USA Today" zufolge liegt die Angst der US-Bevölkerung vor einem Attentat derzeit auf einem der niedrigsten Niveaus seit den Anschlägen vom 11. September.

APA

(Quelle: S24)

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