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Vorurteile auf den Tisch!

So soll der Salzburger Weg der Integration gelingen

Zahlreiche Veranstaltungen in den Gemeinden

Integration Land Salzburg/Monika Rattey
Vorstellung des Salzburger Weges der Integration bei einer Pressekonferenz am Dienstag. Im Bild: Wolfgang Schick (Referat Jugend, Generationen, Integration), LR Andrea Klambauer und Projektleiter Franz Neumayer.

Flüchtlinge kosten Geld, nehmen unsere Jobs weg und sind kriminell – Vorurteile, die in der Migrationsdebatte aber auch am Stammtisch oder in den sozialen Netzwerken immer wieder auftauchen, mal mehr oder weniger subtil. Und genau diese Vorurteile und Ängste sollen jetzt auf den Tisch kommen. Integrationslandesrätin Andrea Klambauer (NEOS) kündigt am Dienstag den „Salzburger Weg der Integration“ an. Wie der aussehen wird, lest ihr hier.

Das Land Salzburg will zeigen, dass es auch anders geht. Mit dem Schwerpunktjahr „DIALOG 2019“ soll dieser Weg der Integration in den Gemeinden seinen Anfang finden. „Integration kann funktionieren, da ist sich die Landesregierung einig und der Wille ist da.Und genau das wollen wir herausstreichen – auch wenn der Bund hier meist mehr das Trennende als das Verbindende in den Mittelpunkt seiner Diskussionen stellt“, kann sich Landesrätin Andrea Klambauer am Dienstag bei der Vorstellung des neuen Projekts den Seitenhieb auf die türkis-blaue Bundesregierung nicht verkneifen.

Über Ängste, Sorgen und Vorurteile reden

In einer Salzburger Gemeinde leben im Durchschnitt 30 bis 50 verschiedene Nationen, weiß Franz Neumayer, Projektleiter im Referat Jugend, Generationen und Integration. Im Rahmen verschiedenster Veranstaltungen unter dem Motto „DIALOG 2019“ soll jede Salzburgerin und jeder Salzburger in seiner Gemeinde die Möglichkeit bekommen, seine Ängste und Sorgen in Bezug auf Flüchtlinge oder Migranten loszuwerden. „Wir wollen einen Dialog zwischen den Einheimischen und Flüchtlingen oder Zugezogenenauf Augenhöhe anregen und so neue Verbindungen schaffen", sagt Neumayer.

Sein Kollege Wolfgang Schick ergänzt: „Unser Ziel ist es, dass wir wegkommen von Abgrenzung und wieder hin zu dem Gefühl, dass es bereichernd sein kann, andere Kulturen kennenzulernen“. So sollen nicht nur unmittelbar Betroffene, sondern auch politische Entscheidungsträger, die dem Thema Integration positiv oder negativ gegenüberstehen, Aktivistinnen und Aktivisten zu den Veranstaltungen eingeladen werden.

Prominente Unterstützer für Integrations-Projekt

Der Austausch soll zwischen möglichst vielen Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen stattfinden, damit vielfältige Meinungen eingeholt, Ideen ausformuliert und mögliche Lösungsansätze gefunden werden können. Auch bekannte Gesichter haben angekündigt, das Schwerpunktjahr zu unterstützen. Darunter etwa der deutsch-ägyptische Journalist Karim El-Gawhary und der ehemalige Flüchtlingskoordinator Christian Konrad.

Im Rahmen des Schwerpunktjahrs werden ab März verschiedenste Veranstaltungsformate angeboten, die sich in sechs Aktivitätsbereiche, für die noch Mitwirkende gesucht werden, unterteilt sind:

  1. Zuhören: Wir hören genau hin, was Menschen zum Thema Integration bewegt.
  2. Überraschen: Oft sind die Dinge nicht so, wie sie scheinen.
  3. Fixpunkte: Bewährtes und Bestehendes hat Platz in DIALOG 2019
  4. Verankern: DIALOG findet im ganzen Bundesland statt.
  5. Verbinden: Selber bei DIALOG 2019 tätig werden – sich vernetzen.
  6. Beenden: Was haben wir in diesem Jahr gelernt – was nehmen wir mit

„DIALOG 2019“: Auftaktveranstaltung am 7. März

Die Auftaktveranstaltungen zu „DIALOG 2019“ geht am 7. März um 19 Uhr im Prismasaal in der Volkshochschule Salzburg (Strubergasse 26) über die Bühne. Mit dabei ist neben Landesrätin Andrea Klambauer und weiteren Vertretern des Landes Salzburg auch der 29-jährige Jad Turjman, ein syrischer Flüchtling. Seine Erinnerungen uns Erlebnisse der Flucht aus Damaskus hat er in einem Buch niedergeschrieben, das er an dem Abend vorstellen wird.

Dialog 2019 Land Salzburg/Christine Schrattenecker
Buchautor Jad Turjman und Landesrätin Andrea Klambauer.
Am 1. April wird es im Bildungshaus St. Virgil einen Migrationsdialog mit der afghanischen Botschafterin geben. Mitte Mai werden die Integrationsreferenten der Bundesländer nach Salzburg kommen, "da werden wir die politische Ebene mit hereinholen", sagte Klambauer.

Am 1. April wird es im Bildungshaus St. Virgil einen Migrationsdialog mit der afghanischen Botschafterin geben. Mitte Mai werden die Integrationsreferenten der Bundesländer nach Salzburg kommen, "da werden wir die politische Ebene mit hereinholen", sagte Klambauer.

Alle Infos zu Dialog 2019 sowie weitere Veranstaltungen findet ihr HIER.

(Quelle: SALZBURG24)

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