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Obergrenze fast erreicht

Starker Anstieg auf Intensivstationen in Salzburg

Wien übernimmt vier Corona-Patienten

symb_Intensivstation BARBARA GINDL
45 Patienten werden aktuell in Salzburg auf Intensivstationen betreut. (SYMBOLBILD)

Im Bundesland Salzburg wurde bei den Corona-Intensivpatienten ein starker Anstieg verzeichnet: Die Zahl stieg von 38 am Montag auf 45 am Dienstag. Nun übernimmt Wien vier Salzburger Intensivpatienten.

Die bisher genannte Obergrenze von 51 Intensivbetten für das gesamte Bundesland ist damit fast erreicht. Die Landeskliniken (SALK) bereiten daher zusätzliche, über diese Zahl hinausgehende Betten für Intensivpatienten vor, sagte SALK-Sprecher Wolfgang Fürweger zur APA.

Wien übernimmt Intensivpatienten aus Salzburg

In Salzburg spitzt sich die Coronavirus-Situation in den Spitälern immer weiter zu. Wien übernimmt nun vier Intensivpatienten aus Salzburg. Zwei sollen bereits am Mittwoch in die Bundeshauptstadt geflogen werden, zwei weitere folgen am Donnerstag. In Salzburg mussten am Dienstag bereits 45 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen behandelt werden, so viele wie noch nie zuvor.

Meldungsliste(2)_0(2).jpg APA/BARBARA GINDL
Den Salzburger Landeskliniken droht die völlige Überlastung. Es drohe eine Notstandssituation einzutreten, in der intensivmedizinische Triagierungen vorgenommen werden müssen.

Fünf-Punkte-Plan soll Salzburgs Spitäler entlasten

Im Bundesland Salzburg wird es vorerst keinen Lockdown geben. Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) will dies „so lange es möglich ist“ vermeiden. Dienstagnachmittag legte er bei einer …

Intensivbetten werden aufgestockt

Die Landeskliniken (SALK) stocken die Intensivbetten bereits um 17 auf, Entlastung soll auch die Überstellung bringen. "Im Laufe des morgigen Vormittags wird der erste von vier Covid-Intensivpatienten per Hubschrauber aus Salzburg ins Wiener AKH überstellt. Ein zweiter Patient wird ebenfalls morgen nach Wien geflogen, zwei weitere dann am Donnerstag", berichtete Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) nach einem Telefonat mit Salzburgs Gesundheitslandesrat Christian Stöckl (ÖVP) am Dienstagabend. Dieser habe um die Übernahme gebeten. Die Kapazitäten in Wien lassen die Übernahme von vier Patienten zu, sagte Hacker. "Die Pandemie ist nur zu bewältigen, wenn wir alle zusammen helfen - im Bund, zwischen den Ländern und natürlich auch über die Landesgrenzen hinaus", so Hacker.

Haslauer: "Solidarische Zusammenarbeit über Grenzen hinweg"

In einer gemeinsamen Aussendung bedankten sich Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) und sein Stellvertreter Stöckl dafür. "Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht immer das Wohl der Patienten. Diese solidarische Zusammenarbeit über Grenzen hinweg ist eine der Stärken in Krisenzeiten", wurden Haslauer und Stöckl zitiert. Nicht mal zwei Wochen ist es her, dass Haslauer noch Widerstand gegen weitere Corona-Maßnahmen und den Lockdown geleistet hatte. Noch am 10. November ätzte er, "Virologen hätten am liebsten, dass jeder Salzburger und Oberösterreicher im Zimmer eingesperrt wird."

In der Vergangenheit hat auch Salzburg bereits Covid-19-Patienten übernommen, erst in der vergangenen Nacht einen aus Oberösterreich oder im April 2020 drei aus Frankreich. Die Politiker betonten, dass Coronavirus-Schutzimpfungen die Spitäler entlasten.

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(SY;BOLBILD)

7-Tage-Inzidenz bei 5- bis 15-Jährigen verdoppelt

Die 7-Tage-Inzidenz beträgt laut Landesstatistik für Salzburg (Stand heute, 8.30 Uhr) 1.689. Am höchsten ist sie im Tennengau mit 2.079.

Zahlen in drei Wochen vervierfacht

Vergangenen Dienstag benötigten in Salzburg noch 31 schwerkranke Covid-19-Patienten intensivmedizinische Versorgung. Die Ampel-Kommission konstatierte bereits bei ihrer Schaltung vergangenen Donnerstag, dass in Salzburg in den letzten drei Wochen zwar fast eine Vervierfachung der 7-Tage-Inzidenz beobachtet wurde, demgegenüber blieb die Aufnahmerate von durchschnittlich 4,1 ICU-Aufnahmen in den letzten beiden Wochen aber gleich. In Salzburg, Oberösterreich und der Steiermark korrespondierte eine reduzierte Aufnahmerate mit dem Annähern an die gemeldeten Kapazitätsgrenzen, so die Ampel-Kommission.

Intensivpatienten: Ein Viertel vollimmunisiert

Die Landesstatistik legte am Dienstag auch aktuelle Zahlen zum Impfstatus der in den Spitälern betreuten Covid-Patienten vor: Von den 45 Intensivpatienten ist rund ein Viertel voll immunisiert, von den 205 Patienten auf den Normalstationen sind es knapp über 50 Prozent.

(Quelle: APA)

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