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Weltweiter Klimastreik

Jeder kann Klimaschutz: 27 Tipps für den Alltag

Wie du ohne Einschränkungen Energie sparen kannst

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Jede und jeder Einzelne von uns kann einen Beitrag zum weltweiten Klimaschutz leisten. (SYMBOLBILD)

Weltweite Massenproteste – auch in Salzburg – machen heute auf die Klimakrise aufmerksam. Die Dringlichkeit des Schutzes unserer Erde ist unumstritten. Doch während demonstriert wird, haben wir uns gefragt, was eigentlich jede und jeder Einzelne von uns tun kann, um einen Beitrag für den Klimaschutz zu leisten – ganz einfach und unkompliziert? Die Antworten im Überblick.

Die Fridays-For-Future-Bewegung ruft heute erneut zu Massenprotesten auf. Es ist die achte weltweite Auflage des Klimastreiks. Auch österreichweit sind wieder Demonstrationen geplant. In Salzburg startet der Demozug um 15 Uhr beim Hauptbahnhof und marschiert von dort aus zum Festspielhaus.

Österreichweit beteiligen sich insgesamt über 100 Organisationen, Gewerkschaften und Initiativen am Klimastreik. Neben den bekannten Umweltschutz-NGOs sind auch Rotes Kreuz, die Plattform für menschliche Asylpolitik oder die Gewerkschaft ÖGB dabei.

Klimaschutz beginnt bei uns selbst – und jede und jeder hat die Möglichkeit, unmittelbar einen individuellen Beitrag dafür zu leisten. Es ist kein Tun oder Handeln, sondern eine Haltung – und vielleicht sogar eine Lebenseinstellung. CO2 zu sparen ist keine Kunst, es braucht nur das Bewusstsein und die Bereitschaft ein paar kleine Gewohnheiten im Alltag umzustellen. Vielleicht ist unter den hier aufgelisteten Beispielen und Möglichkeiten, das ein oder andere Umsetzbare für euch dabei.

 
 

Energieverbrauch im Haushalt reduzieren

In Österreichs Haushalten können im Schnitt rund 30 Prozent der Stromkosten eingespart werden. Zum einen durch den Wechsel des Stromanbieters und zum anderen durch den Einsatz energieeffizienter Produkte. Wer Neuanschaffungen macht, sollte auf die Energieeffizienz der Geräte achten: Nicht immer ist das billigste Gerät auf Dauer auch das preisgünstigste. Einsparungen bis 50 Prozent sind möglich. HIER findest du eine Auflistung der energieeffizienten Haushaltsgeräte (A+ bis A+++).

Bye-bye Standby

Fernseher, Stereoanlage und ähnliche Geräte solltest du besser nicht nur per Fernbedienung, sondern ganz ausschalten. Im Stand-by-Modus verbrauchen sie sonst weiter Strom. Am besten kaufst du dir eine abschaltbare Steckdosenleiste – so lässt sich pro Haushalt bis zu 300 Kilogramm CO2 pro Jahr einsparen.

Volle Maschine, niedrige Temperatur

Dieser Grundsatz gilt sowohl bei der Waschmaschine als auch für euren Geschirrspüler. Beim Waschen ist zudem empfehlenswert, die Vorwäsche wegzulassen und eine Temperatur von höchstens 60 Grad zu wählen – Wäsche mit 95 Grad sollten die Ausnahme sein. Die meiste Kleidung wird heutzutage auch bei 40 Grad sauber. Anschließend die nasse Wäsche im Idealfall nicht in den Trockner, sondern auf die Leine. Einsparpotenzial: bis zu 330 Kilogramm CO2 pro Person und Jahr.

Duschen statt baden

Ziehe eine Dusche dem Vollbad vor und dusche auch nicht länger als nötig.

Spülstopptaste für die Toilette

Nutze die eine Spülstopp- bzw. Spartaste bei der Toilette, um den Wasserverbrauch zu senken. Achte außerdem darauf, dass der Spülkastenablauf richtig abgedichtet ist.

Beleuchtung mit LEDs

LED-Leuchtmittel benötigt bis zu 90 Prozent weniger Energie als herkömmliche Glühbirnen. Eine Schätzung aus Großbritannien besagt: Wenn pro Haushalt nur eine normale Glühbirne gegen eine LED ausgetauscht wird, kann dafür ein (Kohle-)Kraftwerk abgeschaltet werden.

Auch Müll trennen spart Energie

Recycling ist nach wie vor ein wichtiges Thema. Durch das Recycling von Rohstoffen wird neben den Rohstoffen selbst auch Energie eingespart.

Richtiges Heizen im Winter

Türen und Fenster abdichten

Das Abdichten von Fenstern und Türen verhindert, dass Wärme nach außen entweicht und mehr geheizt werden muss.

Heizung nachts nicht abdrehen, dafür Rollläden runter

Die Heizung sollte nachts zwar nicht ganz aufgedreht, aber eben auch nicht komplett ausgeschaltet sein. Denn um die Temperatur am nächsten Tag wieder herzustellen, benötigt es viel Energie. Stattdessen empfiehlt es sich in der Nacht Rollläden, Vorhänge und Klappläden zu schließen. Denn bei tiefen Außentemperaturen geht die meiste Wärme über die Fenster verloren. Alleine durch diese Maßnahme kann der Wärmeverlust bereits um einige Prozent eingedämmt werden.

Heizkörper nicht verdecken

Stelle keine Möbel vor die Heizkörper oder verdecke sie nicht mit Vorhängen. Diese Barrieren verhindern den Wärmefluss in den Raum und erhöhen so die Heizkosten.

Stoßlüften

Im Winter ist es natürlich besser, die Fenster nicht zu kippen. Öffne sie stattdessen wenige Minuten komplett. So entweicht deutlich weniger Wärme.

Du suchst eine neue Heizung?

Komfort, wenig Energieverbrauch und ein hoher Wertbestand? Entscheidungshilfen auf Basis von herstellerneutralen Informationen, gibt es etwa HIER.

Konsum, Einkaufen und Kochen

Regionale Produkte und Bio-Anbau kaufen

Kaufe am besten regionale Produkte - das spart überflüssige Transportwege. Bio-Landwirtschaft greift im Vergleich zu herkömmlicher Landwirtschaft nur auf ein Drittel so viel fossile Energieträger zurück. Beispiel: Eine Mahlzeit von 100 Gramm Spargel aus Chile verursacht laut Greenpeace alleine durch den Transport 1,7 Kilogramm CO2-Ausstoß. Aus der eigenen Region zur Spargelzeit sind es nur 60 Gramm.

Ein Saisonkalender, der hilft, Obst und Gemüse regional und zur richtigen Jahreszeit zu genießen, findet ihr HIER.

Weniger Fleisch und andere Tierprodukte konsumieren

Täglich wird Regenwald abgeholzt, um Platz für neue Soja-Plantagen und Rinderweiden zu schaffen. Das Soja dient vorwiegend den Tieren als Futter. Ein Teufelskreis, denn bei der Entwaldung wird Kohlendioxid freigesetzt und die Rinder stoßen eine nicht unbeträchtliche Menge Methan aus. Versuche dich daher, beim Fleisch- und Milchproduktkonsum etwas einzuschränken. Wer sich ausgewogen und fleischreduziert ernährt (oder sogar Vegetarier ist), erspart dem Weltklima rund 400 Kilogramm CO2 im Jahr. Gesund ist der Genuss von 600 Gramm Fleisch pro Woche.

Kühlschrank nicht unnötig öffnen und regelmäßig abtauen

Das Gerät braucht weniger Strom, wenn die Türen nicht länger als notwendig geöffnet werden. Am meisten Energie verbraucht der Kühlschrank nach dem Einkauf, wenn das Gerät die frisch eingeräumten Lebensmittel herunterkühlen muss. Und wenn sich im Tiefkühlfach deines Kühlschranks eine Eisschicht gebildet hat, solltest du diesen rasch abtauen. Denn viel Eis erhöht den Energieverbrauch.

Gefrorenes rechtzeitig auftauen, richtigen Kochtopf wählen

Achte darauf, dass du gefrorene Lebensmittel rechtzeitig herauslegst, um sie aufzutauen. Und beim Kochen sollte nur ein Kochtopf in der richtigen Größe auf die Herdplatte. Denn wenn der Topf über die Platte hinausragt, verlängert das die Kochzeit. Ist sein Durchmesser dagegen zu klein, geht Energie ungenützt verloren.

Dein Verkehrsverhalten prägt unser Klima

Wähle dein Verkehrsmittel bewusst aus

Für kurze Strecken lass einfach mal das Auto stehen, geh zu Fuß, fahre mit dem Fahrrad, dem E-Bike oder steige auf öffentliche Verkehrsmittel um. Für weitere Entfernungen prüfe einfach mal die Nah- und Fernverkehr von Bus und Zug.

Wenn es doch das Auto wird…

Dann kannst du beim Fahren einiges beachten, wie du die Umwelt schonst. Einige Tipps haben wir hier für euch im Überblick zusammengestellt:

  • Niedrigtourig fahren: Schalte frühzeitig und gib dafür mehr Gas. Dem Motor wird nicht geschadet.
  • Motor nicht warm laufen lassen
  • Nicht Rasen, denn das braucht überdurchschnittlich viel Sprit
  • Bergab vom Gas gehen

Brauchst du ein Auto?

Du kannst dir auch grundsätzlich die Frage stellen, ob du überhaupt ein eigenes Auto brauchst. Oftmals ist ein Auto im Alltag unnötig oder sogar hinderlich – alle, die in einer Stadt leben, kennen das. Das Auto wird nur ab und an gebraucht. Vielleicht bietet sich dann ja Carsharing an. Angebote in deiner Umgebung findest du HIER.

Und einen Überblick über den Kraftstoffverbrauch der Fahrzeuge aller Marken sowie deren CO₂-Emissionen gibt es HIER.

Flüge vermeiden

Nach wie vor stoßen Flugzeuge eine hohe Menge an Schadstoffen aus. Gerade Inlandsflüge lassen sich oft vermeiden. Aber auch bei Fernreisen sind die Bahn und sogar Reisebusse die umweltfreundlichere Wahl.

Auch im Büro aufs Klima schauen

Praktische Tipps, wie ihr ganz einfach bei der Arbeit in eurem Büro zum Klimaschutz beitragen könnte, haben wir hier für euch:

  • Recyclebares Papier verwenden
  • Papier vorne und hinten bedrucken bzw. Seiten sparen (z.B. mehrere Seiten auf eine drucken)
  • Für regelmäßige Lüftungen des Arbeitsraumes sorgen
  • Klimaanlage nur verwenden, wenn unbedingt nötig – vorsorglich auf eine entsprechende Beschattung des Arbeitsraumes achten
  • Kolleginnen/Kollegen bzw. Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer über umweltschonende Ressourcenverwendung informieren und – wenn möglich – einen Anreiz dafür bieten, diese zu beachten
  • Rechnungen – wenn möglich – per E-Mail zuschicken lassen – das spart nicht nur Transportwege, sondern auch viel Papieraufwand
  • Licht ausschalten, wenn niemand im Raum ist bzw. auch durch natürliches Licht eine ausreichende Beleuchtung besteht

Klimaschutz zum Thema machen

Es wird oft vergessen, aber auch in dem du die Umwelt zum Thema machst, kannst du einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Sprich mit Nachbarn, Freunden und Verwandten drüber – wie stehen sie dazu und welche Tipps haben sie?

Übrigens: In diesem Lifestyle-Check kannst du mit wenigen Klicks herausfinden, wie nachhaltig dein Lebensstil derzeit ist.

Und wenn du dir noch etwas mehr Zeit nehmen möchtest, wird dir HIER dein ökologischer Fußabdruck berechnet. Du findest also heraus, wie viel dein Konsum jährlich an Erdoberfläche verbraucht.

Mit dieser Auflistung wünschen wir dir viel Spaß beim "Aufs-Klima-Schauen". Wenn du weitere Tipps hast, freuen wir uns, wenn du sie im Forum mit der SALZBURG24-Community teilst!

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 28.10.2021 um 02:18 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/jeder-kann-klimaschutz-27-tipps-fuer-den-alltag-109933267

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