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Kritik an Karfreitag

Peter Eder: "Regierung raubt halben Tag"

Peter Eder NEUMAYR/ARCHIV
Eder kritisiert die Karfreitags-Regelung massiv.

"Das bedeutet nichts anderes, als dass den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern die nach dem EuGH-Urteil zustehende Freizeit wieder weggenommen wird", urteilt der Präsident der Salzburger Arbeiterkammer (AK), Peter Eder, über die neue Karfreitags-Regelung.

"Jenen Arbeitnehmern mit evangelischem Bekenntnis, die bisher einen ganzen Tag frei gehabt haben, wird genauso etwas weggenommen, wie allen Arbeitnehmern, die nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes eigentlich jetzt Anspruch auf einen Feiertag hätten", kritisiert Peter Eder. Für ihn gehe außerdem die 14-Uhr-Regelung "völlig an der Realität vieler Arbeitnehmer vorbei". Jene knapp 40 Prozent der Arbeitnehmer, die am Freitag früher ihren Dienst beenden, hätten gar nichts davon.

Eder: "Wirtschaft kann sich Karfeitag leisten"

Für ihn steht fest: "Die Wirtschaft könnte sich den Karfreitag leisten."Nach AK-Berechnungen würde dieser höchstens 0,15 Prozent eines durchschnittlichen Jahreslohns ausmachen.

Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung sprechen allerdings von einer "massiven Mehrbelastung für alle Branchen". 200 bis 300 Mio. Euro werde das die Unternehmen kosten, dafür müssten sie "zumindest im selben Ausmaß entlastet werden" bei den Lohnnebenkosten. Das WIFO, auf dessen ursprüngliche Schätzung sich die WKÖ berief, erwartet durch die Neuregelung allerdings nur einen negativen Effekt von weniger als 100 Mio. Euro.

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