Jetzt Live
Startseite Salzburg
Kassenreform

Salzburg sichert sich 30 Mio. Euro

Die Salzburger Gebietskrankenkasse bringt im Zuge der Fusion zur Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) rund 250 Millionen Euro an Rücklagen (Stand Ende 2018) ein. Zumindest 30 Millionen Euro konnte Salzburg nun für Projekte im eigenen Bundesland halten. In Zukunft erwartet der scheidende Kassenobmann Thom Kinberger einen "Run ums Geld" zwischen den einzelnen Bundesländern in Wien.

Knapp 72 Mio. Euro betrugen Ende vorigen Jahres die vorgeschriebenen Leistungssicherungsrücklagen (ein Zwölftel des Aufwandes für Versicherungsleistungen) der Salzburger GKK, dazu konnte sie eine allgemeine Rücklage in der Höhe von rund 177 Mio. Euro anhäufen. Da viele andere Länder-Gebietskrankenkassen aber nicht einmal eine Leistungssicherungsrücklage bilden konnten und damit in die ÖGK einbringen können, wird die neue Kasse auf die eingebrachten allgemeinen Rücklagen zugreifen.

30-Mio.-Euro Paket vor Fusion geschürt

Für die kommenden fünf Jahre haben nun die SGKK und das Land Salzburg noch rechtzeitig vor dem Fusions-Stichtag ein 30-Millionen-Paket geschnürt, gegen das der Überleitungsausschuss der ÖGK keine Einwände hatte, berichteten am Dienstag Kinberger und Gesundheitsreferent LHStv. Christian Stöckl (ÖVP) bei einem Mediengespräch. In Salzburg wertet man dies als Zustimmung.

Auf die Frage, weshalb Salzburg nicht gleich einen größeren Teil der Rücklagen im Land behalten habe, hatte Stöckl gleich zwei Antworten parat. Zum einen müssten die Projekte den vorhandenen Ressourcen, etwa Personal oder Infrastruktur, angepasst werden, zum anderen seien andere Pläne vom Überleitungsausschuss auch abgelehnt worden. Er gehe aber davon aus, dass Salzburg jedes Jahr neue Projekte einreichen werde. "Wir werden alles unternehmen, um so viel wie möglich nach Salzburg zu holen, wir haben auch das Argument, dass wir Nettozahler sind." Und Kinberger meinte, dass Salzburg immer schon sehr innovativ - etwa bei den Primärversorgungszentren - gewesen und auch dies ein gewichtiges Argument sei.

30 Mio. Euro für Kinder, Jugendliche und chronisch Kranke

Die gesicherten 30 Millionen Euro kommen vor allem Kindern, Jugendlichen und chronisch Kranken zugute, informierte Noch-SGKK-Direktor Harald Seiss. Bei Kindern und Jugendlichen gehe es vor allem ums Übergewicht, psychische Erkrankungen und die Zahngesundheit, bei den chronischen Erkrankungen um Diabetes, Bluthochdruck und Demenz.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 22.04.2021 um 02:22 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/kassenreform-salzburg-sichert-sich-30-mio-euro-80794225

Kommentare

Mehr zum Thema