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3.358 Schadensfälle

Katastrophenfonds zahlt 4,55 Mio. Euro aus

Außergewöhnlich viele Unwetter 2019

Murendabgang Uttendorf FMT-Pictures/FM
2019 hat eine Mure im Sommer 70 Häuser in Uttendorf getroffen. (ARCHIVBILD)

743 Schadensfälle aus 89 Gemeinden, überwiegend aus dem Jahr 2019, behandelte kürzlich der Katastrophenfonds des Landes. Insgesamt mehr als 4,55 Millionen Euro ausbezahlt.

Gemeldet wurden 3.358 Schäden aus 110 Gemeinden. Das ist mehr als im „Hochwasserjahr“ 2013 mit 3.175 Fällen. Ein Vergleich: Pro Jahr werden im Schnitt zirka 1.000 Fälle gemeldet. Alleine im November 2019 wurden 1.033 Anträge gestellt. Die behandelten 743 Schadensfälle sind also nur ein Bruchteil.

 

Außergewöhnlich viele Unwetter

„Das zeigt, was für ein außergewöhnliches Jahr mit massiven Schneefällen im Jänner und Starkregenereignissen im Sommer und im November wir hinter uns haben“, betont Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP). Momentan bearbeitet der Katastrophenfonds 2.894 Fälle, davon auch welche aus den Vorjahren.

Meiste Schäden durch Schneedruck

Die meisten der 743 Fälle beziehen sich auf Schäden durch Schneedruck (365), Vermurungen (144), Erdrutsche (127), Hochwasser (49), Lawinen (31) und Orkane (23). Ein Beispiel: Alleine im Ortsteil Thumersbach in Zell am See (Pinzgau) gab es bei den schweren Regenfällen im letzten November 300 Liter Niederschlag pro Quadratmeter in drei Tagen.

 

Pongau am meisten betroffen

Nach Bezirken aufgeteilt waren der Pongau mit 236 in dieser Sitzung behandelten Fällen und einer Schadenssumme von 2,75 Millionen und der Pinzgau (215; 2,91 Millionen) am meisten betroffen. Danach folgen der Tennengau (143; 0,66 Millionen), der Flachgau (102; 0,6 Millionen) und der Lungau (47; 0,26 Millionen).

Die am stärksten betroffene Gemeinde war Abtenau mit 45 Fällen, die bei dieser Sitzung behandelt wurden. Danach folgen Bad Hofgastein (34), St. Johann im Pongau (33), Zell am See (30), Scheffau (25), Neumarkt am Wallersee, Thalgau und Großarl (je 23), Rauris (21) sowie Fusch an der Großglocknerstraße und St. Koloman (je 20).

Rauris mit 171 Schadensfällen

Betrachtet man nur das Jahr 2019, also die bisher 3.358 Schäden aus 110 Gemeinden gemeldeten Fälle, so stammen die meisten aus Rauris (171), Abtenau (156), Großarl (127), St. Koloman (123), St. Johann im Pongau (108), Uttendorf (101) und Bad Hofgastein (100).

Verdopplung der Fälle in 24 Jahren

Noch ein Vergleich: Seit Jänner 2019 wurden 1.939 Schneedruckschäden und 222 Lawinenschäden gemeldet. Von 1994 bis inklusiv 2018 wurden insgesamt 1.169 Schneedruckfälle gemeldet. Noch immer dauern die Aufräumarbeiten nach den außergewöhnlichen Schneefällen im Jänner 2019 an, gehen jedoch gut voran.

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 08.05.2021 um 07:28 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/katastrophenfonds-zahlt-4-55-mio-euro-aus-89860666

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