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Stärkste Reisewelle des Jahres rollt auf uns zu

ÖAMTC rechnet mit kilometerlangen Staus auf A10

symb_stau APA/FRANZ NEUMAYR
Autofahrerclubs rechnen mit dem stärksten Reisewochenende des Jahres.

Die traditionell stärkste Reisewelle des Jahres rollt auf uns zu. Nach dem Stau-Chaos in Richtung Süden entlang der Tauernautobahn (A10) vergangenen Samstag, wird auch dieses Wochenende mit kilometerlangen Staus durch Salzburg gerechnet.

Mit dem Start der Ferien in Bayern ist an diesem Wochenende beinahe ganz Europa unterwegs – und alle zieht es in den Süden. „Wir wissen von unseren Kollegen vom ADAC, dass der Großteil der Urlauber in Bayern mit dem Auto in den Süden fährt“, schildert Aloisia Gurtner vom ÖAMTC Salzburg heute im Gespräch mit SALZBURG24. Dazukommen dürften ein paar Nachzügler aus anderen Bundesländern.

Stau-Chaos auf A10 schon letzte Woche

Schon vergangenen Samstag rollte eine kilometerlange Blechkolonne durch das Bundesland Salzburg. Über eine Länge von rund 35 Kilometern kamen die Urlauber auf der Tauernautobahn nur im Stop-and-Go weiter. „Mit einer ähnlichen oder gar noch verschärfteren Situation rechnen wir auch diesen Samstag“, sagt Gurtner. Vor allem bei der Ein- und Ausreise am Walserberg müssten die Urlauber mit langen Wartezeiten rechnen. „Die ersten kommen ja auch schon wieder retour.“

Stau, A10, Tauernautobahn FMT-Pictures/TA
Erheblicher Stau auf der A10 und auch auf den Ausweichrouten.

Reisewelle bringt Stauchaos in Salzburg

Schon in den frühen Morgenstunden hat sich in Salzburg am Samstag ein massiver Stau in Richtung Süden gebildet. Zwischen der deutschen Grenze am Walserberg und auf der Tauernautobahn (A10) ging es …

Nadelöhr bei Baustelle im Tennengau

Ein weiteres Nadelöhr sei aktuell die Baustelle zwischen Kuchl und Golling (Tennengau) auf der A10. „Hier gibt es derzeit nur zwei von drei Fahrspuren, und wie wir gesehen haben, reicht in dem Bereich ein kleiner Auffahrunfall, dass alles steht.“

Vor dem Karawankentunnel sei bereits in den frühen Morgenstunden mit Blockabfertigung zu rechnen.

Unfall Kuchl Golling A10 ÖAMTC
Auf der A10 zwischen Kuchl und Golling (Tennengau) hat es gekracht.

Crash im Reiseverkehr zwischen Kuchl und Golling

Ein Unfall im Baustellenbereich zwischen Kuchl und Golling (beide Tennengau) auf der Tauernautobahn (A10) in Richtung Süden hat das Verkehrschaos noch verstärkt.

Abfahrtssperren verstärkt kontrolliert

Damit die Auto- und Wohnwagenfahrer auch tatsächlich auf der Autobahn bleiben, rechnet Gurtner damit, dass die Abfahrtssperren noch stärker kontrolliert wird. „Das wird im Vergleich zu letztem Samstag sicherlich verschärft werden und das ist auch sinnvoll“, betont die ÖAMTC-Sprecherin. Wie berichtet, waren vergangenes Wochenende viele Urlauber auf die Bundesstraßen ausgewichen, was für ordentlichen Unmut unter den Einheimischen gesorgt hat.

 

Urlauber werden flexibler

Insgesamt beobachten die Verkehrsexperten seit 2018/2019, dass die Urlauber in ihren Reisezeiten flexibler werden. „Es gibt mehr Leute, die in der Nacht fahren, das entspannt natürlich auch die Situation am Tag“.

Der Stauberater des ÖAMTC, Herbert Thaler, ist am Samstag wieder mit dem Motorrad unterwegs, informiert die wartenden Autofahrer über den Stau und führt vor Ort kleinere Reparaturen durch. „Auch für die Kinder hat er natürlich was dabei, um ihnen die Zeit ein bisschen zu vertreiben“, so Gurtner.

SALZBURG24 informiert euch am Samstag umfassend über die Verkehrssituation entlang der Tauernautobahn.

Weitere Staustrecken in Richtung Süden

Nach den letztwöchigen Erfahrungen der ÖAMTC-Mobilitätsinformationen sind auch auf der Fernpassstrecke (B179) und auf der Pyhrnstrecke (A8/A9) von Suben über Wels und Graz Richtung Spielfeld Verzögerungen programmiert. „Auf Letzterer waren zweistündige Wartezeiten bei der Einreise bei Suben und Blockabfertigung vor dem Bosrucktunnel auf der A9 gang und gäbe. Auf der Fernpassstrecke ist mit Blockabfertigungen vor dem Grenztunnel Füssen und dem Lermoosertunnel zu rechnen,“ so der ÖAMTC.

Naturgemäß setzt der Rückreiseverkehr zwei bis drei Wochen später ein, als die Reisewellen in Richtung Süden. Bemerkbar machten sich die Heimkehrer bisher erst vor dem Karawankentunnel (A11) und vor Nickelsdorf (A4). „Vor Spielfeld, Kiefersfelden und am Brenner kam es bis jetzt nur zu kurzen Verzögerungen. Das wird sich wohl an den nächsten Wochenenden ändern“, prognostizieren die ÖAMTC-Mobilitätsinformationen. „Mit Verzögerungen in Fahrtrichtung Norden ist dann auch an Sonntagen zu rechnen.“  

Kroatien-Reisende müssen laut ÖAMTC an den slowenisch-kroatischen Grenzen in beiden Richtungen Wartezeiten von zwei Stunden und mehr einplanen (vor allem bei Gruskovje/Macelj).

„Staus beim Grenzübergang Nickelsdorf (A4) sind vor allem am Sonntagabend bei der Rückreise vom Formel1-Rennen zu erwarten. Die wichtigsten Reiseinfos sind: Die Einreise aus Österreich aktuell auf dem Landweg ist aktuell ohne Test- und Quarantänepflicht erlaubt. Für den Besuch von Geschäften, Restaurants, Hotels und Freizeiteinrichtungen wird kein Impfnachweis mehr benötigt. Die Veranstaltung selbst unterliegt den 3G-Regeln. Vor dem Eintritt am Hungaroring ist am Autobahnparkplatz Fot an der M3 mit Reisepass, Eintrittskarte und einer 3G-Legitimierung ein Armband abzuholen, das dann als Eintrittskarte gilt. Auch bei der Wiedereinreise nach Österreich gilt die 3G-Regel“, so die ÖAMTC-Mobilitätsinformationen.

Ab 31. Juli gelten an Wochenenden Fahrverbote auf der Reuttener Straße (L69) und der Pinswanger Straße (L288) im Bezirk Reutte in Tirol. Es ist eine Maßnahme seitens der Tiroler Landesregierung, um dem massiven Ausweichverkehr bei Stau auf der Fernpass Straße (B179) entgegenzuwirken, informiert der ÖAMTC. Die Fahrverbote gelten ab 31. Juli 2021 jeweils Samstag von 07:00 Uhr bis Sonntag 19:00 Uhr und sind vorerst mit 12. September 2021 befristet. Diese Verordnung trifft alle Kraftfahrzeuge (Pkw und Motorräder), die sich in Tirol auf Durchreise befinden. Der Ziel-, Quell- und Anrainerverkehr ist davon ausgenommen.

(Quelle: SALZBURG24)

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