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Kinderkrebstag

In Salzburg erkranken jährlich 25 Kinder an Krebs

Kinderkrebshilfe Eva Hackenberg
Eva Hackenberg bei ihrer Arbeit auf der Station Sonnenschein im Salzburger Landeskrankenhaus.

Jährlich erkranken rund 25 Kinder und Jugendliche in Salzburg an Krebs. So eine Diagnose bedeutet einen schweren Schicksalsschlag für die jungen Betroffenen und ihre Familien. Dank des medizinischen Fortschrittes könnten inzwischen aber bis zu 85 Prozent der Kinder geheilt werden, macht die Salzburger Kinderkrebshilfe anlässlich des internationalen Kinderkrebstages am Freitag Mut.

In Österreich erkranken rund 320 Kinder jährlich an Krebs. Das ist etwa ein Prozent aller Krebsneuerkrankungen. Auf der ganzen Welt sind es 250.000 Kinder. Dank des medizinischen Fortschritts hätten acht von zehn Kindern eine reelle Überlebenschance. Der Internationale Kinderkrebstag wurde am 15. Februar 2002 von der Organisation "Childhood Cancer International" ins Leben gerufen. Die diesjährige Kampagne ist eine Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Ziel der Initiative ist es, die weltweite Überlebensrate von Kindern mit Krebserkrankungen bis 2030 zu verdoppeln.

Leukämie eine der häufigsten Krebsarten bei Kindern

Bei Kindern unter 14 Jahren ist Leukämie die häufigste Krebserkrankungs-Form. So entfallen etwa 60 Prozent aller Krebserkrankungen von Kindern auf Leukämien, Lymphome und Tumoren des Zentralnervensystems (Hirntumoren). Das Neuroblastom, ein Tumor des sympathischen Nervensystems, das Retinoblastom, ein Augentumor, und das Nephroblastom, ein Nierentumor, bekannt als Wilms-Tumor, sind für knapp 15 Prozent der kindlichen Tumoren verantwortlich, kommen bei Erwachsenen jedoch nahezu nicht vor. Im Gegenzug sind Karzinome, die bei Erwachsenen mehr als 80 Prozent der Diagnosen ausmachen, bei Kindern nur für etwa zehn Prozent aller Krebserkrankungen verantwortlich. Bei Jugendlichen sind Karzinome dagegen mit 23 Prozent die zweithäufigste Krebsart nach Lymphomen (25 Prozent). Besonders relevant in dieser Altersgruppe sind das invasive maligne Melanom (etwa 40 Prozent der Karzinome) und Schilddrüsenkrebs (rund 30 Prozent der Karzinome).

Krebserkrankung: "Verlust von Normalität und Familienalltag"

Für die Familien bedeutet eine Krebs-Diagnose einen enormen Schicksalsschlag. Außerdem ist damit eine psychische und finanzielle Belastung verbunden. Der Internationale Kinderkrebstag steht heuer unter dem Motto "Verlust". "Eine Krebserkrankung bedeutet immer auch den Verlust von Normalität und Familienalltag. Von einem Tag auf den anderen gerät die Welt aus den Fugen. Die Eltern verbringen viel Zeit am Krankenbett ihres Kindes und haben mit Verdiensteinbußen zu kämpfen – Jobverlust und Armutsgefährdung drohen", erklärt Heide Janik, die Obfrau der Salzburger Kinderkrebshilfe. Seit über 30 Jahren kümmert sich die Organisation um betroffene Familien. Die Kinderkrebshilfe finanziert zahlreiche Projekte wie die Station Sonnenschein im Salzburger Landeskrankenhaus sowie das mobile Regenbogenteam, das die Kinder und ihre Familien zu Hause betreut, oder die Sonneninsel in Seekirchen (Flachgau).

Kinderkrebshilfe Eva Hackenberg
Malprojekte sollen Abwechslung in den tristen Krankenhausalltag der kleinen Patienten bringen.

Im Team ist auch Eva Hackenberg als Kunsttherapeutin auf der Station Sonnenschein: "Ich mache Musik, male, töpfere und spiele mit den Kindern – ich habe eigentlich nie ein festes Programm, das entsteht immer gemeinsam mit den Kindern. Im Fasching organisieren wir lustige Partys mit Schminken, im Sommer feiern wir eine Eisparty, im Advent backen wir Kekse, dann duftet es auf der ganzen Station nach Weihnachten und wir singen gemeinsam mehrstimmig Weihnachtslieder. Ich versuche, Abwechslung und eine feierliche Atmosphäre in den Krankenhausalltag zu bringen", erzählt Hackenberg von ihrer Arbeit auf der Station.

(Quelle: SALZBURG24)

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