Jetzt Live
Startseite Salzburg
Salzburg

Knapp um die Hälfte weniger Einbürgerungen in Salzburg

In Salzburg wurden im ersten Halbjahr 137 Menschen eingebürgert. (Symbolbild) APA/BARBARA GINDL/Archiv
In Salzburg wurden im ersten Halbjahr 137 Menschen eingebürgert. (Symbolbild)

In Salzburg wurden im ersten Halbjahr dieses Jahres um 47 Prozent weniger Ausländer eingebürgert als im Vergleichszeitrum des Vorjahres. Österreichweit hingegen stieg die Anzahl der Staatsbürgerschaftsverleihungen um 7,5 Prozent.

5.045 Personen erhielten laut Statistik Austria in den ersten sechs Monaten heuer die österreichische Staatsbürgerschaft (erstes Halbjahr 2017: 4.695 Einbürgerungen). In Salzburg waren es 137.

Einb?rgerungen im 1. Halbjahr 2018 Salzburg24
Einb?rgerungen im 1. Halbjahr 2018

Nur in Salzburg und der Steiermark weniger Einbürgerungen

Betrachtet man die Statistik nach Bundesländern, wurden in sieben Ländern mehr Personen eingebürgert als im ersten Halbjahr 2017. Den höchsten Zuwachs verzeichnete Niederösterreich (+43 Prozent), gefolgt vom Burgenland (+38 Prozent), Vorarlberg (+15 Prozent), Kärnten (+14 Prozent) und Tirol (+9 Prozent). Ein Plus gab es auch in Wien (+7 Prozent) und in Oberösterreich (+5 Prozent). Ein starkes Minus zeigt sich hingegen in Salzburg (-47 Prozent), und auch in der Steiermark wurden weniger Ausländer eingebürgert (-11 Prozent). Das generelle Plus folgt einem seit 2011 anhaltenden Trend.

Mehr als Hälfte der Neu-Österreicher sind Frauen

Mehr als die Hälfte der Eingebürgerten im ersten Halbjahr waren Frauen (rund 54 Prozent), der Anteil der Kinder unter 18 Jahren betrug fast 35 Prozent. Gut 35 Prozent der im ersten Halbjahr eingebürgerten Personen sind bereits in Österreich geboren. Fast zwei Fünftel (1.942 oder 39 Prozent) verteilen sich außerdem auf fünf Herkunftsstaaten: 577 oder elf Prozent der Neo-Österreicher stammen ursprünglich aus Bosnien und Herzegowina, 459 aus der Türkei und 319 aus dem Kosovo, 316 aus Serbien und 271 aus Mazedonien. Zudem erhielten 1.090 EU-Staatsangehörige heuer schon die österreichische Staatsbürgerschaft, vor allem Rumänen (256), Kroaten (152) und Ungarn (138).

Mehr als die Hälfte aller Einbürgerungen (58 Prozent) erfolgte aufgrund eines Rechtsanspruchs: 1.445 Personen wurden bei Erfüllung aller anderen Voraussetzungen nach mindestens sechsjährigem Wohnsitz in Österreich und aus besonders berücksichtigungswürdigen Gründen eingebürgert (zum Beispiel EWR-Staatsangehörigkeit, Geburt in Österreich oder asylberechtigt), 390 Personen aufgrund der Ehe mit einem Österreicher oder einer Österreicherin und 194 Personen aufgrund eines mindestens 15-jährigen Wohnsitzes in Österreich und nachhaltiger Integration.

675 Personen erhielten die Staatsbürgerschaft im Ermessen (13 Prozent). Unter dem Titel "Erstreckung der Verleihung" wurden 165 Ehegatten sowie 1.263 Kinder eingebürgert.

(APA/S24)

Aufgerufen am 17.11.2018 um 03:56 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/knapp-um-die-haelfte-weniger-einbuergerungen-in-salzburg-60070126

Kommentare

Mehr zum Thema