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Kraihamer greift in Le Mans an

Wenn am Samstag beim Motorsportklassiker „24 Stunden von Le Mans“ um 15 Uhr die Ampeln auf grün springen, ist ein Salzburger mittendrin. Dominik Kraihamer kämpft in der Königsklasse LMP1 gegen die Dominanz der Werksteams.

Große österreichische Namen haben sich in Le Mans ihre ersten Sporen verdient. Am Samstag hat der 22-jährige Salzburger Dominik Kraihamer die Chance sich mit Jochen Rindt, Dr. Helmut Marko und Alex Wurz auf eine Ebene zu stellen. Bei der 80. Auflage des Klassikers „24 Stunden von Le Mans“ kämpft er in der Königsklasse LMP 1 in dem 550 PS starken OAK Pescarolo Judd um Platzierungen im Spitzenfeld. Ein leichtes Unterfangen wird das sicherlich nicht werden. Erstens gilt es die 24 Stunden heil zu überstehen. Dann sind da noch die überlegenen Werksteams von Toyota (mit Alex Wurz am Steuer) und Audi als übermächtige Gegner.

Kraihamer erfüllt sich den Traum von Le Mans

Man schrieb das Jahr 2006, als der damals 16-jährige Kart-Junior Dominik Kraihamer in einem Sportwoche-Interview zur großen Verblüffung aller von sich gab, dass ihn die Formel 1 nicht interessiere. Stattdessen gäbe es für ihn nur ein wahres Rennen auf dieser Welt: Die 24Stunden von Le Mans. Keine sechs Jahre später, im Juni des Jahres 2012, hat „Dodo“, wie er von seinen Freunden genannt wird, seinen eigenen Lebenstraum nun endgültig eingeholt: Am kommenden Wochenende startet er für das französische OAK Racing Team in der höchsten Kategorie bei den 24-Stunden von Le Mans – vor 250.000 Zuschauern an der Rennstrecke und Millionen TV-Zuschauern weltweit. „Es ist ein unglaubliches Gefühl, wenn ein Ziel, auf das man so viele Jahre hingearbeitet hat, endlich in Erfüllung geht“, gibt Kraihamer zu. Er warnte jedoch im selben Atemzug vor allzu großen Erwartungen. „Die Menschen Zuhause dürfen nicht vergessen, dass 2012 ein Lehrjahr für mich ist. Unser erstes Ziel heißt durchkommen, danach sehen wir, was unterm Strich rausschaut“, teilte der 22-jährige Sportwagen-Shootingstar in einer Aussendung mit.

Teamkollege Moreau bei Test verletzt

Dass das Rennen in den rund 550 PS starken Prototypen kein Kinderspiel ist, zeigt auch der Unfall von Dominiks französischer Teamkollegen Guillaume Moreau: Während des offiziellen Testwochenendes in Le Mans vor knapp zwei Wochen verlor dieser die Kontrolle über den OAK Pescarolo-Judd und verletzte sich beim Einschlag in die Streckenbegrenzung am Rücken. Beim Rennen am kommenden Wochenende wird Moreau deshalb von seinem routinierten Landsmann Franck Montagny ersetzt, der sich im Renncockpit mit dem Belgier Bertrand Baguette und eben Dominik Kraihamer abwechseln wird. „Persönlich habe ich Franck erst einmal kurz getroffen, vor ein paar Tagen hat er mich dann angerufen und mir gesagt, er freue sich auf die Zusammenarbeit“, so der Mattseer über seinen neuen Teamkollegen, der bereits über Formel 1-Erfahrung verfügt. „Mit 34 Jahren und vier Podiums-Plätzen in Le Mans hat er mit Sicherheit die nötige Erfahrung.“
(Quelle: S24)

Aufgerufen am 18.04.2021 um 05:07 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/kraihamer-greift-in-le-mans-an-59352883

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